Autoshow
02/27/2019

Ginetta Supercar mit 600 PS vor Genf-Debüt enthüllt

Der Sportwagen kommt mit einem 6-l-V8, das Gewicht soll lediglich 1.150 Kilo betragen.

Auch wenn wir zweifelsfrei auf eine Zukunft zusteuern, in der Performance-Autos immer elektrischer und SUViger werden, scheint der konventionell angetriebene Oldschool-Sportwagen noch nicht ausgestorben zu sein. Noch nicht ganz zumindest. Der englische Sportwagenhersteller Ginetta zum Beispiel will zeigen, dass die alte Formel auch im Jahr 2019 noch funktioniert. Mit einem neuen Supercar, das wahrlich keine Naturschönheit ist, aber längst verloren geglaubte Tugenden zurück auf den Schirm holt.

Das Herz der noch namenlosen Kreation ist ein (relativ) kompakter und leichter 6,0-Liter-V8, der um die 600 PS und 705 Nm Drehmoment liefern soll. Die Schaltarbeit übernimmt ein selbstentwickeltes, sequentielles Sechsgang-Getriebe. Dazu kommt ein Torsen-Sperrdifferenzial.

Der Ginetta-übliche Rohr-Rahmen und die Karosserie sind aus Carbon. Das Gewicht des Autos soll lediglich 1.150 Kilo betragen. Das "Flaggschiff-Straßenauto" des kleinen Sport- und Rennwagenbauers hat ein Front-Mittelmotor-Layout und offenbar auch eine ziemlich hervorragende Aerodynamik. Selbige wurde im Windkanal von Williams feingeschliffen, was zu einem Abtrieb von 376 Kilo bei 160 km/h führen soll. Das sind annähernd die Werte, die das LMP3-Auto des Unternehmens erreicht. 

Ginetta plant den Produktionsstart für Ende des Jahres und möchte die ersten Fahrzeuge im Januar 2020 ausliefern. Nächste Woche auf dem Genfer Autosalon werden wir dann auch über den Namen und den Preis des Ginetta Supercars aufgeklärt. Bisher wissen wir lediglich, dass das Auto weniger als 400.000 Pfund kosten soll, was derzeit etwa 466.000 Euro entspricht.

Das Unternehmen aus Leeds hat bereits 14 Vorbestellungen einheimsen können. Das sollte die Herrschaften eine Weile beschäftigen, wenn man bedenkt, dass 20 Autos für das erste Produktionsjahr geplant sind. Sobald die Produktion auf Hochtouren läuft, will man 30 bis 50 Fahrzeuge jährlich herstellen.

Quelle: Ginetta via Autocar