Autoshow
28.11.2018

Neuer Mazda 3: Schönheit durch Reduktion

Mit dem neuen 3er-Modell zeigen die Japaner, wohin es bei ihnen in Zukunft in Sachen Design und Technik geht.

Der Ort der Weltpremiere war mit Bedacht gewählt. Dass man sich die Autoshow in Los Angeles für die Enthüllung des neuen Mazda 3 ausgesucht hat, ist vor allem auch ein Statement zu der Bedeutung der neuen Formensprache. Hier in Kalifornien, wo alle bedeutenden Hersteller Designbüros unterhalten, um möglichst nahe an  entstehenden Trends mit Strahlkraft für den Rest der Autowelt zu sein, darf Mazda-Formgebungsguru Ikuo Maeda den nächsten Schritt der von ihm maßgeblich geprägten Designphilosophie namens Kodo präsentieren.

Diese folgt dem Leitsatz japanischer Ästhetik, wonach Schönheit durch Reduktion entsteht. Und das ist beiden Versionen des neuen Mazda für die Golf-Klasse aus jedem Blickwinkel anzusehen. Sowohl beim sportlich ausgelegten Fünftürer (Länge 4459 mm), als auch bei der elegant gestreckten Limousine (4662 mm) kommt man ohne Schnörkel und dominante Sicken aus. Dennoch bestechen beide Varianten durch eine unverwechselbare Optik, welche auch die Design-Richtung der künftigen Mazda-Modelle  vorgibt.

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Der vergleichsweise kleine Hersteller aus Hiroshima brilliert aber nicht nur in der Ära von Maeda-san (dessen Vater übrigens den  Ur-MX-5 gestaltet hat) als Design-Maßstab der Branche, man war immer auch eine Ingenieurs-Marke, die sich nie gescheut hat, eigenständige technische Wege zu gehen (Stichwort Wankel-Motor).

Ein weiteres Zeugnis für diese Tradition legt man bei der neuen 3er-Generation mit dem erstmaligen Serieneinsatz eines selbstzündenden Benzinmotors ab. Das 181 PS starke und Skyactive X genannte Triebwerk soll den geringeren Verbrauch eines Diesels mit den Qualitäten eines Benziners vereinen. Das Konzept, an dem etwa auch Daimler unter dem Kürzel „Diesotto“ gearbeitet hat, bringen  die Japaner als Erste und vorerst Einzige auf den Markt.

Beim ersten direkten Kontakt mit den beiden Versionen des neuen Mazda 3 im Vorfeld der Autoshow in Los Angeles weiter aufgefallen: Das ebenfalls schnörkellos gestaltete Cockpit verfügt über einen aufgesetzten 8,8 Zoll großen Monitor, der weiterhin mit einem Dreh-Drück-Steller auf dem Mitteltunnel bedient wird. Und über ein vollwertiges  Head-up-Display (Einblendung relevanter Fahrdaten in die Frontscheibe).

Der neue Mazda 3 startet bei uns am 22. März als Fünftürer wahlweise mit einem 2-Liter-Benziner mit 122 PS (inkl. Zylinderabschaltung und Mild-Hybrid-System) bzw. einem 1,8-Liter-Diesel mit 116 PS. Im Mai folgt die Limousine und ab Juni ist der Skyactive-X-Motor mit 181 PS zu haben. Zur Wahl stehen ein manuelles Getriebe und eine Automatik, jeweils mit 6 Gängen. Allradantrieb wird ebenfalls verfügbar sein. An den Preisen wird noch gefeilt.