Autoshow
18.11.2016

Nissan Micra: Mit Nummer 5 zurück in die Top Ten

Die neue Generation des japanischen Kleinwagens, der erstmals rein für Europa entwickelt wurde.

Das mit dem einen Micra, der auf allen Weltmärkten gleich gut gefallen hätte sollen, ist danebengegangen. Die vierte Generation des seit 1983 unter diesem Namen gebauten Kleinwagens von Nissan blieb in Europa ob seines Allerwelts-Designs weitgehend unbemerkt. Nur Rang 15 in der Verkaufs-Hitliste seines Marktsegments ist die Folge.

Aber man hat die Lektion daraus gelernt. Für den Micra Nummer 5 wurde ein radikaler Schnitt gewagt. Erstmals wurde ein Micra speziell für den europäischen Markt entwickelt, er wird auch hier (in Frankreich) gebaut und die Designer ließ man an der langen Leine. Was dem Erscheinungsbild des Autos sehr gutgetan hat.

Um die interne Zielvorgabe – zurück in die Verkaufs-Top-Ten der Klasse – erreichen zu können, wurde der Klassenprimus VW Polo als Latte für die Entwickler bestimmt und überdies der noch beim Vorgänger zelebrierte Verzicht auf einen Dieselmotor wieder aufgegeben. Schließlich wollte man nicht weiterhin auf rund 30 % der potenziellen Kundschaft verzichten.

Die Neuaufstellung des Micra ergab auch ein wesentlich größeres Auto. Die fesche Nummer 5 überragt die unauffällige Nummer 4 um stolze 17 cm in der Länge und 8 cm in der Breite. Gleichzeitig ist sie – dem Trend der Zeit folgend – auch 6 cm niedriger geworden. Das wirkt sich im Innenraum durch mehr Platz für bis zu 5 Passagiere und ein sehr geräumiges Gepäckabteil aus. Trotz der niedrigen Dachlinie gibt es für die Fondpassagiere keine Probleme mit der Kopffreiheit, lediglich der recht enge Türausschnitt ist eine Konzession an das sportliche Design.

Apropos Design: Was die gelungene Gestaltung der Außenhaut des neuen Micra verspricht, kann das Interieur leider nicht ganz halten. Mit der zerklüfteten Armaturenlandschaft (mit einer Staubfänger-Sicke hinter dem 7-Zoll großen Zentralmonitor) und deren aufgesetzt wirkenden Material- (und Farb-)Mix wurde eine Chance vergeben. Pragmatiker können sich an einer guten Funktionalität, vielen Ablagen verschiedenster Größen und einer enormen Längsverstellung des Fahrersitzes erfreuen.

Am Steuer

Auf den ersten Kilometern am Steuer von Vorserienmodellen des neuen Micra überzeugte vor allem das solide Fahrwerk, das dem Piloten in Kurven mit einem (in den großen SUV-Brüdern bereits eingesetzten) "Active Track Control" genannten elektronischen Helfer unauffällig, aber wirksam zur Hand geht. Ein automatischer, fein dosierter Bremseingriff an allen vier Rädern unmittelbar nach dem Einlenken in eine Kurve sorgt dafür, dass die sonst unvermeidliche Entlastung der gelenkten Vorderachse nach dem Lösen der Bremse durch den Fahrer vermieden und die Fuhre exakt in der einmal eingeschlagenen Spur gehalten wird. Dies in Tempobereichen diesseits des allfälligen Eingriffs des ESP und als wirkungsvolle Vermeidung der sonst bei Fronttrieblern normalen Untersteuer-Neigung. Vor allem auf nasser, rutschiger Fahrbahn bringt das nicht nur automatisch eine saubere Linie, sondern auch einen Sicherheitsgewinn.

Abgesehen davon aufgefallen sind die gute Geräuschdämmung im Cockpit, die präzise Lenkung und dass von den bei Verkaufsstart zunächst angebotenen beiden 90-PS-Motoren der Diesel nicht nur das bessere Klangbild liefert als der leicht hysterische Dreizylinder-Benziner, sondern auch mit einer harmonischeren Leistungsabgabe aufwarten kann.

Und dass im Fond weder elektrische Fensterheber noch Haltegriffe für die Passagiere verbaut sind, wurde bereits als Fehler erkannt. Der rasch ausgebügelt werden wird.

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Abmessungen

Länge 3,99 m, Breite 1,74 m,

Höhe 1,45 m, Radstand 2,62 m,

Kofferraum 300 l. Wendekreis 10 m.

Gewicht

977 bis 1146 kg

(je nach Motorisierung und Ausstattung).

Vorne Scheiben-, hinten Trommelbremsen.

Motoren

0,9-l-Dreizylinder-Turbo-Benziner

und 1,5-l-Turbodiesel mit je 90 PS.

Später folgt ein 1,0-l-Vierzylinder-Benziner mit 73 PS. Alle mit manuellem Fünfgang-Getriebe.

Eine Stufenlos-Automatik ist in Planung.

Der neue Nissan Micra feiert

seine Österreichpremiere auf der

Vienna Autoshow im Jänner.

Der Marktstart erfolgt im März.