Autoshow 05.03.2018

Skoda: Erste Bilder von der Studie Vision X

© Bild: Skoda

Auf dem Genfer Autosalon zeigt Skoda die Studie eines kleinen SUV, die auch den Weg in die Serie finden wird.

Es soll die Studie eines Urban Crossover sein. Tatsächlich gibt Skoda mit dem Vision X einen Ausblick auf das dritte SUV der Marke, das sich unter dem Karoq einordnen wird.

Der Vision X misst 4.255 Millimeter in der Länge, 1.807 Millimeter in der Breite und 1.537 Millimeter in der Höhe; der Radstand beträgt 2.645 Millimeter und der Kofferraum hat ein Volumen von 380 Litern.

Ein neuartig konfiguriertes Hybrid-System soll für spontane Kraftentfaltung und niedrige Emissionswerte sorgen. Dabei wird erstmals ein hocheffizienter und besonders schadstoffarmer Verbrennungsantrieb mit einem Riemen-Startergenerator und einem Elektromotor an der Hinterachse kombiniert, der auf kurzen Strecken allein für Vortrieb sorgen kann und darüber hinaus eine unterstützende Boost-Funktion beim Anfahren übernimmt. Auf die Straße oder auch auf unbefestigtes Terrain gelangt die Kraft also über die Vorderräder, die Hinterräder, oder bei Bedarf über alle vier Räder. Im Alltagsverkehr kommt das Hybrid-System auf einen nach EU-Testzyklus (NEFZ) ermittelten kombinierten CO2-Emissionswert von 89 Gramm pro Kilometer.

Als Verbrennungsmotor dient ein 1,5 Liter großer G-TEC Antrieb mit vier Zylindern und Turboaufladung, der speziell für die Nutzung von CNG (komprimiertes Erdgas) entwickelt wurde. CNG kann sowohl herkömmlich gefördertes Erdgas als auch Biogas oder mit Hilfe von Ökostrom synthetisch erzeugtes E-Gas sein. Bereits beim Betrieb mit konventionellem Erdgas stößt ein CNG-Fahrzeug rund 18 bis 25 Prozent weniger CO2 aus als ein Benzinmotor-Modell mit vergleichbarer Leistung. Auch der Anteil an Stickoxiden, Feinstaub und weiteren Emissionen fällt deutlich geringer aus als bei Benzin- oder Dieselmotoren. Durch Beimischung von Biogas lassen sich die CO2-Emissionen weiter senken. Bei einem 100-prozentigen Anteil von Bio- oder E-Gas fahren CNG-Fahrzeuge CO2-neutral, erklärt Skoda.

 

© Bild: Skoda

Der CNG-Antrieb erzeugt eine Höchstleistung von 130 PS sowie ein maximales Drehmoment von 200 Nm. Ein CNG-Tank befindet sich unter dem Rücksitz, der zweite hinter der Hinterachse. Der CNG-Antrieb wirkt auf die Vorderachse, an der Hinterachse gibt es einen Elektromotor. Dieser wird bei Bedarf zugeschaltet – um zusätzliche Kraft beim Anfahren zu aktivieren (Boost-Effekt) oder um die Traktion auf glattem Untergrund und abseits befestigter Straßen zu verbessern. Die Kapazität des kompakten Energiespeichers für den Elektromotor reicht aus, um die Konzeptstudie auf einer Strecke von bis zu zwei Kilometern rein elektrisch zu fahren. Der Vision X ist der erste Škoda-Allradler, der ohne Kardanwelle auskommt.

Unterstützt wird der CNG-Antrieb von zwei Elektromotoren – der Verbrennungsmotor verfügt mit dem riemengetriebenen Starter-Generator (RSG) über einen Elektromotor und sorgt im Zusammenspiel mit dem zweiten Elektromotor an der Hinterachse für kontinuierlichen Allradantrieb. Dieser bezieht seine Energie aus einem 48-Volt-Lithium-Ionen-Batteriesystem. Dank Rekuperation lädt sich die Lithium-Ionen-Batterie während der Fahrt auf: Beim Bremsen und Segeln wandelt der Vision X kinetische in elektrische Energie um und nutzt diese Energie später zum Fahren.

Die Studie fährt je nach Bedarf mit Vorderrad-, Hinterrad- oder Allradantrieb. Der Hinterradantrieb bringt 1000 Nm auf die Straße, die Reichweite beträgt auch dank eines zusätzlichen Benzin-Reservetanks bis zu 650 Kilometer.

Auf 100 km/h sprintet der Skoda in 9,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h.

( motor.at ) Erstellt am 05.03.2018