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Classic
12/11/2018

22 Millionen Dollar für einen Ferrari, mit dem alle Großen fuhren

Das Auto mit der Chassisnummer 0628 wurde unter anderem von Fangio, Collins und Moss gesteuert.

Im Rahmen einer Auktion des Auktionshauses RMSothebys in Los Angeles wurde ein Ferrari 290 MM aus dem Jahr 1956 für 22 Millionen Dollar (also rund 19 Millionen Euro versteigert). Damit gehört der Ferrari zu den Top 10 der wertvollsten je bei einer Auktion versteigerten Sammlerfahrzeuge, wie das Auktionshaus erklärt.

Chassis-Nr. 0628 begann seine Laufbahn im Jahr 1956 in einem Ferrari 850 Monza in Verbindung mit 4-Zylindermotor – als offizieller Rennwagen der Scuderia Ferrari. Der erste Einsatz erfolgte bei der Mille Miglia und das Auto wurde von Peter Collins pilotiert. Als Beifahrer setzte man ihm Louis Klemantaski ins Auto, der renommierte Motorsport-Fotograf dokumentierte das Rennen aus der Cockpit-Perspektive mit einzigartigen Bildern. Collins/Klemantaski beendeten das Rennen als Zweite (hinter Eugenio Castelotti und noch vor Luigi Musso und Juan Manuel Fangio).

Beim nächsten Rennen auf dem Nürburgring steuerten Alfonso de Portago und Oliver Gendebien das Auto und auch Juan Manuel Fangio und Eugenio Castelotti fuhren den 0628 noch im Jahr 1956.

1957 erhielt der 0628 einige Updates und für das Rennen in Sebring wurde er mit V12-Zylinder-Motor zum 290 MM Tipo 130. Gefahren wurde der 290 MM in Sebring von Phil Hill und Wolfgang Graf Berghe von Trips – wegen einer kaputten Batterie sahen sie aber keine Zielflagge. Es war dies der letzte Einsatz des Autos für die Scuderia Ferrari.

 

Das Auto ging an einen Privatier, der für ein Rennen in Nassau im selben Jahr noch Stirling Moss ans Steuer des Ferrari ließ, der auch prompt gewann.

2011 wurde der 290 MM von Ferrari Classiche restauriert, wobei die Original-Konfiguration von Sebring 1957 wiederhergestellt wurde.