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© Aston Martin

Classic
03/23/2020

70 Jahre Ad Vantage Aston Martin

Seit 70 Jahren adelt die Bezeichnung Vantage besonders leistungsstarke Ableger einer Modellreihe - ein Überblick auf die Modelle vom DB2 bis heute

von Michael Andrusio

Im Jahr 1950 tauchte der Name Vantage das erste Mal in Verbindung mit einem Aston Martin Modell auf. Damals legten die Techniker Hand an den DB2 an, um ihm mehr Kraft einzuhauchen. Größere Vergaser und eine höhere Verdichtung sorgten dafür, dass die Leistung des Lagonda-Motors im DB2 von 105 auf immerhin 125 PS kletterte.

DB2 Vantage Spezifikation

An der Entwicklung des DB2 mit Vantage Spezifikation (wie das Auto offiziell genannt wurde) war auch ein Österreicher beteiligt. Aus den Archiven von Aston Martin geht hervor, dass der Wiener Robert Eberan von Eberhorst, der vor dem Krieg den Auto Union Rennwagen Typ D konstruiert hatte und nach dem Krieg auch für Aston Martin tätig war, das Projekt beaufsichtigte.

Ab 1951 wurden 250 DB2 mit Vantage Spezifikation produziert.

DB2 Vantage

DB2 Vantage

DB2 Vantage

DB2 Vantage

DB2 Vantage

DB4 Vantage

Dann wurde es wieder still um den Vantage. Erst 10 Jahre später sollte der Begriff wieder eingeführt werden mit der Serie IV des Aston Martin DB4. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wurde das Autos nun auch optisch, dezent aber doch, zum Vantage.

Wieder steigerte man die Leistung, indem man die Verdichtung erhöhte und statt der üblichen zwei drei Vergaser einsetzte. Die Leistung des Reihensechszylinders stieg so von 240 auf 266 PS. Ab 1962 wurde der DB4 der Serie V zum Vantage und als solcher wurde er (nachdem er sich nicht wesentlich vom kommenden DB5 unterschied) für Dreharbeiten am James Bond Streifen "Goldfinger" genutzt.

DB4 Vantage

DB4 Vantage

DB4 Vantage

DB4 Vantage

DB4 Vantage

DB5 Vantage

Dass der DB5, der eben durch den Film "Goldfinger" berühmt wurde und bis heute als Ikone unter den Bond-Autos gilt, auch als Vantage angeboten wurde, überrascht nicht wirklich. Viel eher ist verwunderlich, dass die Zahl der produzierten DB5 Vantage nur 68 Exemplare ausmachte. Dazu kamen nur lediglich 8 Vantage-Versionen des offenen DB5. Erst im Laufe der Jahre wurden einige der Standard-DB5 zu Vantage-Modellen aufgerüstet (was unter anderem einen Leistungszuwachs von 40 PS bedeutete).

Aston Martin stellte das Fahrzeug auf dem Genfer Autosalon 1965 so vor: "Mit der zusätzlichen Leistung sind eine schnellere Beschleunigung und eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit sichergestellt".

DB5 Vantage

DB5 Vantage

DB5 Vantage

DB5 Vantage

DB6 Vantage

Auch beim Nachfolgemodell DB6 blieb man, was die Vantage-Modelle betrifft, der traditionellen Herangehensweise treu und setzte weiter auf den Reihensechszylinder mit 325 PS (so wie im DB5 Vantage). Auch hier blieb die Stückzahl der ursprünglich als Vantage gebauten DB6 überschaubar und viele wurden erst später upgegradet.

DB6 Vantage

DB6 Vantage

DB6 Vantage

DB6 Vantage

DB6 Vantage

DBS Vantage

1967 brachte für Aston Martin eine Designrevolution mit der Vorstellung des DBS, entworfen von William Towns, der bei Aston Martin eigentlich als Interieurdesigner begonnen hatte. Unter dem Blech blieb alles beim alten, nachdem der Plan einen V8 einzubauen, verworfen wurde. Den DBS bekam man als Standard-Version mit 282 PS und als Vantage mit 325 PS. 

Das Auto wurde bis 1972 als Aston Martin DBS angeboten, nachdem Firmeninhaber David Brown das Unternehmen an die Company Developments verkauft hatte, wurde auch der Name DBS gelöscht (zumal das DB für "David Brown" stand). Das Auto wurde fortan schlicht AM Vantage genannt (unabhängig von der Motorisierung) und es wurden noch 70 Exemplare davon produziert.

DBS Vantage

DBS Vantage

DBS Vantage

DBS Vantage

DBS Vantage

AM Vantage

AM Vantage

AM Vantage

V8 Vantage

1972 erschien ein Aston Martin, der bis 1989 gebaut werden sollte, der V8. Fünf Jahre später stellte Aston Martin die entsprechende Vantage-Version vor, die sogleich als "Großbritanniens erstes Supercar" gefeiert wurde. Die Techniker kitzelten aus dem V8 stattliche 380 PS Leistung, was die Briten mit "adäquat" bezeichneten.

Äußerlich war der V8 Vantage an einem verkleideten Kühlergrill (das Auto bekam die Kühlluft über Öffnungen im Stoßfänger), tiefer Frontschürze, Doppelscheinwerfer und einem integrierten Heckspoiler zu identifizieren.

Auch als offene Version Volante wurde der V8 Vantage angeboten. So bestellte Prince Charles einen Volante mit der Technik des Vantage, aber mit der dezenteren Optik des Standard-Modells. Aston Martin baute danach 20 Modelle in dieser Spezifikation, die als V8 Vantage Volante "Prince of Wales" angeboten wurden (und heute gesuchte Sammlerstücke sind).

Ebenso rar und gesucht sind die Versionen des V8 Vantage, die mit eigenständiger Karosserie aus dem Hause Zagato auf den Markt kamen, von dieser Version entstanden 52 Coupes und acht Volante.

V8 Vantage

V8 Vantage

V8 Vantage

V8 Vantage

V8 Vantage

V8 Vantage

V8 Vantage

V8 Vantage Zagato

V8 Vantage Zagato

V8 Vantage Zagato

V8 Vantage Zagato

Virage/V8 Vantage

Anfang der 90er brachte Aston Martin den eher glücklosen Virage auf den Markt. Zu groß, zu schwer, aber kräftig motorisiert war der Britensportler. Vor allem als Vantage leistete der Virage 1993 550 PS. Der Leistungszuwachs war dem Einsatz von zwei Eaton-Kompressoren zu verdanken. Und der Virage Vantage erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h.

Aston Martin ließ den Namen Virage bald wieder fallen und brachte wieder einen V8. Von dem neuen V8 baute Aston Martin gleich drei verschiedene Vantage-Varianten, wobei der V8 Vantage 557 PS leistete, der Vantage V600 608 PS und der Vantage Le Mans (die letzten 40 gebauten Vantage wurden als Le Mans verkauft) entweder 557 oder 608 PS.

V8 Vantage

V8 Vantage

V8 Vantage

V8 Vantage

DB7 V12 Vantage

Ab 1994 hatte Aston Martin den DB7 im Programm, der sich einiges an Technik von Jaguar (beide britischen Traditionshersteller gehörten damals zum Ford Konzern) übernehmen durfte. Die entsprechende Vantage-Variante erschien 1999 und hatte nun einen V12-Zylinder-Motor mit über 420 PS unter der Haube und hieß folgerichtig DB7 V12 Vantage

Das Auto war auf den Märkten überaus erfolgreich. Am Ende der Produktion hatte man 2086 Coupes und 2056 Volante verkauft.

DB7 V12 Vantage

DB7 V12 Vantage

DB7 V12 Vantage

DB7 V12 Vantage

DB7 V12 Vantage

V8/V12 Vantage

War der DB7 als Vantage schon sehr erfolgreich, so sollte ihn sein Nachfolger, der wieder V8 Vantage genannt wurde, nochmals deutlich übertreffen. Im Herbst 2005 lief die Produktion des Autos an und die Bestellbücher waren alsbald übervoll. Basierend auf der so genannten VH-Plattform, die auch der DB9 hatte, kam der Vantage zunächst mit einem V8 mit 380 PS. Die Leistung stieg im S auf 436 PS. 2009 stellte Aston Martin den V12 Vantage vor, der vier Jahre später vom V12 Vantage S abgelöst wurde. Die Leistung war mittlerweile auf 570 PS geklettert.

Auch vom V12 legte Aston Martin eine exklusive Zagato-Variante auf.

Am Ende der Produktion hatte Aston Martin von dem V8 Vantage 15.458 Stück verkauft (dazu kommen noch 6.231 Roadster-Modelle). Und vom V12 waren es 2.957.

V8 Vantage

V8 Vantage

V8 Vantage

V12 Vantage

V12 Vantage

V12 Vantage Zagato

V12 Vantage Zagato

V12 Vantage Zagato

Vantage (2018)

Das aktuelle Modell heißt schlicht Vantage und ist seit 2018 auf dem Markt. Der 510-PS-starke V8-Biturbo-Motor wird übrigens von Mercedes-AMG geliefert.

Mehr zum aktuellen Aston Martin Vantage sehen Sie hier in unserem Video:

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