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06/16/2019

Golf, Mustang und Co.: Die langlebigsten Autonamen

Einige Hersteller setzen auf Tradition

Immer mehr Automodelle, immer neue Namen: Da wünscht man sich die guten alten Zeiten zurück, als es nur wenige Baureihen gab und die Bezeichnungen am Heck über Jahrzehnte konstant blieben. Aber es gibt durchaus noch Autos, die zwar schon viele Modellwechsel mitgemacht haben, aber den Namen behalten haben. Bestes Beispiel ist der VW Golf. Doch er hält nicht den Rekord unter den langlebigsten Autonamen. Wer es ist? Klicken Sie sich durch!

Opel Corsa

Unsere Übersicht mit den langlebigsten Autonamen der Geschichte beginnt beim Opel Corsa. Über Jahrzehnte setzte Opel auf klassische Namen wie Kadett oder Rekord. Doch dann kamen Bezeichnungen wie Omega, Astra und Insignia. Mit inzwischen 37 Jahren auf dem Buckel ist der Opel Corsa das traditionsreichste Modell der Marke. Demnächst startet die sechste Generation erstmals auch als Elektroauto (Bild).

Ford Fiesta

Auch bei Ford Europa ist ein Kleinwagen Hüter der Tradition: 1975 wählte Henry Ford II persönlich den Namen Fiesta wegen der Alliteration mit dem Firmennamen Ford und der neuen Verbindung zu Spanien. Dort entstand das Werk, in dem der neue Ford Fiesta vom Band lief. 

VW Golf

Bei seinen wichtigsten Baureihen setzt VW auf Kontinuität: Schon seit 1975 trägt der Polo seinen Namen, ein Jahr zuvor startete der VW Golf. Bis heute ist unklar, ob man die Sportart oder den Golfstrom im Sinn hatte. Angeblich sei das Modell sogar nach einem Rennpferd benannt worden. Zur Auswahl standen übrigens auch "Blizzard" oder "Caribe".

VW Passat

Noch ein VW mit einem Herz für Traditionalisten: Seit 1973 gibt es den Passat. Mit ihm begann die Namensgebung nach Winden, etwa beim Scirocco und Bora.

BMW 5er

1er, 3er, 5er, 7er: Die Kernbaureihen von BMW kennt heute jedes Kind. Durch die erste Ziffer sind sie größenmäßig leicht einzuordnen. Erfinder des anfangs genialen Systems war ein Mitarbeiter, der dem damaligen BMW-Vertriebsvorstand Bob Lutz einen Tipp gab. So kam es 1972 zur ersten 5er-Reihe. Zuvor waren die Modellbezeichnungen unübersichtlich: Ein 2002 war kleiner als der 2000 und unter einem 2800 konnte man sich wenig vorstellen. 

Honda Civic

Man kann beim Honda Civic durchaus vom "Bürgermeister" sprechen, denn Civic ist das englische Wort für "bürgerlich". 1972 gestartet, brachte der Kompaktwagen den endgültigen Durchbruch für die japanische Marke in Europa und den USA. Bislang wurden gut 18,5 Millionen Exemplare gebaut.

Range Rover

Ein Name wird zum Programm: Mit dem Range Rover gab es 1970 erstmals einen Geländewagen, der deutlich zivilisierter war als die bisherigen militärisch angehauchten Vehikel war. "Range" bedeutet auf englisch "Reichweite" und sollte zeigen, dass dieses Allradfahrzeug auch für Langstrecken taugte. Mittlerweile ist Range Rover zur eigenen Submarke von Land Rover gewachsen. 

Jaguar XJ

Mehr Übersicht im Modellprogramm hatte Jaguar mit dem XJ im Sinn. Woher sich das Kürzel ableitet, bleibt unklar. Fakt ist: Der Jaguar XJ6 ersetzte ab September 1968 zunächst die Modelle 340, den S-Type und den 420. Gerüchten zufolge schlägt aber bald das Totenglöckchen für den XJ: Schon im Juli 2019 sollen Gerüchten zufolge die letzten Exemplare der Luxuslimousine vom Band laufen.

Chevrolet Camaro

Wir haben in unserer Liste der langlebigsten Autonamen jene Bezeichnungen nicht berücksichtigt, die wie etwa der VW Scirocco erst nach langer Pause ihr Comeback feierten. Im Fall des Chevrolet Camaro pausierte man nur sieben Jahre (2002 bis 2009), also quasi eine Modellgeneration. 1966 war der erste Camaro als Antwort von GM auf den Ford Mustang auf den Markt gekommen. Laut Chevrolet leitet sich der Name „Camaro“ aus dem französischen Wort camarade ab, was sich mit „Kamerad“ oder „Freund“ übersetzen lässt.

Toyota Corolla

Seit Jahrzehnten ringt der Toyota Corolla mit dem VW Golf um die Krone des meistproduzierten Autos der Welt, wenn man nur vom Namen ausgeht. Pluspunkt für den Corolla ist seine globale Präsenz: Irgendwo auf der Welt gab es immer ein Auto dieses Namens. In Europa gab es seit 2006 den Auris, doch 2014 kehrte die Bezeichnung Corolla für eine Limousine mit Stufenheck (Bild) zurück. Seit 2018 gibt es wieder einen globalen Corolla.

Ford Mustang

Sehen Sie sich den Ford Mustang einmal genauer an: Auf dem Kühlergrill und dem Lenkrad prangt nicht die Ford-Pflaume, sondern das namensgebende Wildpferd. Kein Wunder, dass man später von der Klasse der "Pony Cars" sprach. Aus namensrechtlichen Gründen wurde der Mustang in Deutschland von 1964 bis 1979 als Ford T5 angeboten.

Porsche 911

Eigentlich müsste Porsche noch heute Peugeot dankbar sein: Nur aufgrund der Intervention des französischen Autoherstellers wurde der 1963 anfangs noch als Porsche 901 gezeigte Sportwagen zum legendären 911. Kurios: Bei Rennwagen wie dem 904, 908 und 909 zeigte sich Peugeot unbeeindruckt von der Null in der Mitte.

Mercedes SL

"Sport Leicht" oder "Super Leicht"? Über die genaue Bedeutung des Kürzels SL streiten sich die Historiker. Fest steht: Seit dem Debüt des Mercedes 300 SL im Jahr 1954 schwingt bei jeder SL-Generation der Mythos des legendären Flügeltürers mit.

Chevrolet Corvette

Die kommende Chevrolet Corvette macht sich startklar: Im Juli 2019 wird die achte Generation (intern C8 genannt) enthüllt. Kein Auto trägt seinen Namen ohne Unterbrechung länger als die Corvette. (Der Toyota Land Cruiser hieß ab 1954 so, der Land Rover Defender erst ab 1990.) Benannt ist der Sportwagen nach einem kleinen Kriegsschiff, der Korvette.