Cupra El Born

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E-Mobility
07/10/2020

el-Born: Das Elektroauto kommt als Cupra, nicht als Seat

Überraschung bei den Spaniern von VW: Nicht wie erwartet als Seat, sondern als Cupra kommt das Schwestermodell des VW ID3 nächstes Jahr auf den Markt.

von Horst Bauer

Gleich zwei Überraschungen hatte Wayne Griffiths, Chef von Cupra und Marketingvorstand von Seat, bei der Präsentation diese Woche in Barcelona zu bieten.

Nicht nur dass das erste, als reines E-Auto entwickelte Modell der Spanier nun ausschließlich als Teil des sportlichen Marken-Ablegers Cupra vermarktet werden wird. Auch das etwas vage mit "im nächsten Jahr" umschriebene Startdatum für den Cupra el-Born war so nicht erwartet worden. Schließlich hatte man schon bei der Präsentation der ersten Designstudie auf dem vorjährigen Genfer Autosalon von einem Marktstart im Jahr 2020 gesprochen.

Wurde die Weiterentwicklung des Designstudie noch parallel für eine Seat- und eine Cupra-Version betrieben, so fiel dann vor einigen Monaten die Entscheidung, der Cupra-Variante den alleinigen Vorzug zu geben. Wayne Griffiths: "Wir haben das gemeinsam mit VW entschieden und sehen es auch als Vorteil, dass wir nun etwas später auf den Markt kommen werden. Das gibt uns mehr Zeit, die Differenzierung zu den anderen auf der MEB-Plattform basierenden Modellen des Konzerns zu schärfen."

Als Cupra kann der el-Born wesentlich sportlicher daherkommen als etwa der VW ID.3. Und das nicht nur optisch. Über die genauen technischen Daten des ersten Elektro-Cupra (Seat hat ja weiterhin den elektrischen Mii im Programm) - hält man sich noch bedeckt. Lediglich einige Cockpit-Details, wie die Schalensitze und die Fahrprofil-Tasten auf dem Lenkrad lassen auf die geplante Ausrichtung schließen.

Außerdem an Bord: Ein neuartiges Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion und ein 12-Zoll-Bildschirm als Kommandozentrale.

Die offizielle Aussage zum Marktstart des elektrischen Cupra el-Born lautet: Im Jahr 2021.

Wer sich auf eine Premiere irgendwann im späten Frühjahr einstellt, dürfte jedoch nicht ganz falsch liegen.

Vorausgesetzt, bei dem noch für heuer geplanten Marktstart des VW-Schwestermodells ID.3 gibt es nicht noch weitere Verzögerungen.