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E-Mobility

Neue Strategie bei Ford: Mehr kleinere Elektroautos

Strategiewechsel angesichts weiterhin hoher Verluste mit E-Autos

02/07/2024, 08:44 AM

Der US-Autoriese Ford will künftig mehr Geld in die Entwicklung kleinerer Elektroautos anstelle großer Fahrzeuge investieren. Er gehe davon aus, dass dies auch ein branchenweiter Trend sein werde, sagte Ford-Chef Jim Farley am Dienstag. Es habe sich herausgestellt, dass Kunden zwar an E-Fahrzeugen interessiert seien, viele aber keinen hohen Aufpreis dafür bezahlen wollten. Zugleich bekräftigte Farley, dass der Übergang zu E-Autos aus Sicht des Konzerns unausweichlich sei.

In der Corona-Pandemie hätten die damals rasant steigenden Elektroauto-Verkäufe überzogene Erwartungen an die künftige Nachfrage geschürt, sagte Farley. Die Investitionen sollten nun stärker an das tatsächliche Interesse angepasst werden. Das günstigere Tesla-Modell und die Fahrzeuge chinesischer Hersteller würden in Zukunft "die ultimative Konkurrenz" werden. Tesla will die Produktion seines neuen Fahrzeugs voraussichtlich Ende 2025 beginnen.

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Sparen will Ford auch mit dem Verzicht auf Funktionen, die bei Kunden auf wenig Interesse stoßen. Als Beispiel nannte Ford-Manager Kumar Galhotra die Einpark-Automatik, die "sehr, sehr wenige Leute nutzen". Also könne Ford die Funktion entfernen - und pro Fahrzeug 60 Dollar sparen, was auf etwa zehn Millionen Dollar im Jahr hinauslaufe.

Der operative Verlust der Elektroauto-Sparte stieg im vergangenen Quartal auf 1,57 Milliarden Dollar (1,46 Mrd. Euro). Dagegen warf das Nutzfahrzeug-Geschäft einen operativen Gewinn von 1,8 Milliarden Dollar ab. Jenseits davon verdiente Ford mit Verbrennern und Hybrid-Fahrzeugen 813 Millionen Dollar.

Hybrid-Antriebe entwickelten sich in den vergangenen Monaten zu einem Bestseller für US-Autokonzerne - auch weil sie günstiger als Batterie-Fahrzeuge sind. Ford betont zugleich, dass auch bei Nutzfahrzeugen mehr Elektro-Modelle gekauft würden.

Im vergangenen Quartal hat der US-Autoriese weiter hohe Verluste mit E-Autos gemacht. Ford verbuchte einen Verlust von 526 Millionen Dollar (rund 489 Mio Euro). Im Vorjahresquartal hatte es noch einen Gewinn von rund 1,3 Milliarden Dollar gegeben. Das Ford-Management betonte aber, dass der wochenlange Streik der US-Gewerkschaft UAW das Unternehmen 1,7 Milliarden Dollar gekostet habe. Der Umsatz wuchs unterdessen im Jahresvergleich von 44 auf 46 Milliarden Dollar, wie Ford nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte.

Die Ford-Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund sechs Prozent zu. Die Zahlen lagen über den Erwartungen der Analysten.

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