E-Mobility
03/07/2019

Piëch Mark Zero - was wir bislang über den Elektrosportwagen wissen

Auf dem Genfer Autosalon war das E-Auto-Projekt von Toni Piëch eines der großen Gesprächsthemen.

Mit großem Interesse wurde der Auftritt des Piëch Mark Zero auf dem diesjährigen Genfer Salon verfolgt. Hinter dem Projekt stehen Toni Piëch, Sohn des Ex-VW-Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piëch und Enkel von Ferdinand Porsche, und Rea Stark Rajcic.

Co-CEO Piëch fasst das Lastenheft für den Mark Zero so zusammen: „Wir haben einen Sportwagen entworfen, den wir uns auch selbst kaufen würden. Und wir haben lange mit vielen Enthusiasten darüber gesprochen, was im Markt fehlt. Wir wollen einen modernen Klassiker anbieten, der keinen Konsumzyklen unterworfen ist. Der Fahrer unseres Sportwagens soll sich über jede Minute freuen, die er in seinem Auto verbringen darf.“

-Motoren Wenig überraschend fährt der Mark Zero rein elektrisch. Angetrieben wird das Coupe von drei E-Motoren, die jeweils 150 kW leisten. Einer sitzt an der Vorderachse, die anderen beiden die Hinterachse an. Besonders neugierig macht der neue Zelltyp der Batterie. Sie wird vom chinesischen Hersteller Desten gleliefert. Der neue Zelltyp macht es möglich, dass der Stromspeicher in 4 Minuten 40 zu 80 Prozent geladen ist. Außerdem heizt sich die Batterie kaum auf, womit man sich wiederum Gewicht für die Kühlaggregate erspart. Das Gesamtgewicht des Piëch Mark Zero soll bei etwa 1.800 kg liegen.

Toni Piëch mit dem Mark Zero

-Reichweite Die Reichweite soll laut Piëch etwa 500 Kilometer (nach WLTP) betragen. Auf 100 km/h soll der Mark Zero in 3,2 Sekunden beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 250 km/h angegeben.

Durch die Anordnung der Batterien (ein Teil ist im Mitteltunnel untergebracht, der Rest an der Hinterachse) ist eine ähnliche Achslastverteilung und ein Fahrverhalten zu erwarten, wie dies bisher klassischen Sportwagen mit Verbrennungsmotor vorbehalten war. Das Package ermöglicht im Gegensatz zur weit verbreiteten Unterflur-Anordnung eine sportwagentypisch niedrige Sitzposition sowie ein präzises Handling mit unmittelbarer Rückmeldung an den Fahrer, erklären die Macher des Mark Zero.

-Zukunft Es sind drei Fahrzeugvarianten geplant: neben einem Zwei- auch ein Viersitzer sowie ein sportlicher SUV. Andere Konzepte in Form von Cabrios oder auch Pick-ups sind ebenso denkbar. Der Mark Zero soll in drei Jahren reif für die Serienproduktion sein.

Piëch Automotive ist ein deutsch-schweizerischer Automobilhersteller mit Sitz in Zürich und München.Toni Piëch lebte nach seinem Abschluss in East Asien Studies an der Princeton University zwölf Jahre in China und war dort Inhaber einer eigenen Medienagentur, bevor er nach Europa zurückkehrte und 2016 Piëch Automotive gründete. Piëch lebt in Zürich.