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E-Mobilität
10/26/2016

Neues Leben für alte Elektroauto-Batterien

Wie Speicher aus gebrauchten Elektroauto-Batterien helfen, das Stromnetz stabil zu halten.

Die Batterien sind das Wertvollste an einem Elektroauto. Am Ende des Lebenszyklus von Elektroautos gibt es aber noch andere Möglichkeiten als sie kostspielig zu entsorgen.

Welche Möglichkeiten sich diesbezüglich bieten, zeigt ein Gemeinschaftsprojekt von Bosch, BMW und Vattenfall. Das Projekt Battery and Life sieht vor, dass die gebrauchten Elektroauto-Batterien zu einem Stromgroßspeicher zusammengefügt werden.

Der Speicher von Battery and Life befindet sich in Hamburg. 2600 Batteriemodule von mehr als 100 Elektroautos bilden einen Stromspeicher. Er verfügt über eine Leistung von zwei Megawatt und eine Speicherkapazität von 2800 kWh. Das würde reichen, um einen durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalt 7 Monate lang mit Strom zu versorgen.

Die gespeicherte Energie dient jedoch nicht der allgemeinen Versorgung, sondern wird von Vattenfall zusammen mit anderen flexibel steuerbaren Anlagen am Primärregelenergiemarkt vermarktet. Der Speicher erbringt Primärregelleistung die notwendig ist, um die Netzfrequenz von 50 Hertz stabil zu halten. Primärregelleistung muss innerhalb weniger Sekunden zur Verfügung stehen.

Stromspeicher wie jener in Hamburg sind notwendig, um das Stromnetz stabil zu halten, wenn durch die Versorgung durch alternative Energiequellen wie Solar- und Windkraftwerken Schwankungen auftreten.

Ein weiterer Batteriespeicher steht in Lünen (Westfalen). Er ist ein Projekt von Daimler, The Mobility House, GETEC und Remondis. 1000 Batteriesysteme aus smart fortwo electric werden hier zu einem 13 MWh Batteriespeicher verbunden.

Noch dieses Jahr soll der Speicher seine volle Kapazität abrufen können.