meinung
11.01.2018

Bei den Plaketten für Umwelt-Zonen herrscht Handlungsbedarf.

Auch wenn die Regulierungswut der EU-Behörden in den Mitgliedsstaaten nicht gut angeschrieben ist. Bei den Plaketten für Umwelt-Zonen herrscht Handlungsbedarf.

Jetzt also auch Brüssel. Seit dem 1. Jänner hat sich die belgische Hauptstadt, wie viele deutsche Städte, eine Umwelt-Zone verordnet. Zwar sind vorerst nur alte Diesel der Euro-Abgasnorm 0 und 1 betroffen, aber dabei wird es  nicht bleiben.

Anders als in Deutschland, wo man sein Auto mit einer Plakette kennzeichnen muss, um die Einfahrtsberechtigung in die nach unterschiedlichen Bestimmungen funktionierenden Umweltzonen zu dokumentieren, braucht es in Brüssel kein Pickerl. Allerdings müssen alle  Fahrzeuge, die den Einfahrtsbestimmungen entsprechen – auch jene von Touristen – vorher online registriert werden. Überwacht wird nämlich durch Nummernschilder erfassende Verkehrskameras, deren Daten im Zentralrechner mit den Berechtigungen  abgeglichen werden.
Was eine neue Variante zu dem Wildwuchs hinzufügt, der sich aufgrund der Kreativität lokaler Behörden quer über Europa beim Thema Umweltzone  ausgebreitet hat.

Ohne diesen das Recht auf begründete lokale Verkehrs-Einschränkungen nehmen zu wollen.  Aber es wäre hoch an der Zeit für eine EU-weit einheitliche Auszeichnung der Abgasklassen von Pkw. Die auch von allen Umwelt-Zonen-Bastlern anerkannt wird.