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meinung
03/07/2020

Stadtgefährten

Von den rund 272.500 Mopeds auf Österreichs Straßen sind nur knapp 13.000 elektrisch

von Sandra Baierl

Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb sind wie gemacht für den städtischen Individualverkehr. Der Elektroroller ist überhaupt der urbane König: leise, mit seinen 45 km/h schnell genug für den Stadtverkehr, günstig in der Erhaltung, abends nimmt man den Akku zum Laden mit in die Wohnung, man braucht kein Parkpickerl und auch keine Kurzparkscheine. Und mit einer Reichweite von 50 bis 150 Kilometern ideal für Städter, deren tägliche Strecke im Schnitt bei etwa 10 Kilometern liegt. Und obwohl ihr Anteil steigt: Von den rund 272.500 Mopeds auf Österreichs Straßen sind nur knapp 13.000 elektrisch.

Dass das Umdenken zumal auch den Herstellern schwerfällt, zeigt die bekannte italienische Marke Piaggio. Sie brachte, nach langen Monaten der Vorankündigung, erst im vergangenen Jahr die E-Vespa auf den Markt. Und tut sich richtig schwer gegen die asiatische Konkurrenz, die den Markt schon seit Jahren dominiert. Das hat wohl auch mit der Preisgestaltung zu tun: Die

E-Vespa kostet mehr als doppelt so viel wie die Konkurrenz. Und sie kostet auch mehr als doppelt so viel wie eine klassische 50-ccm-Vespa. Dass sie doppelt so gut ist, ist noch nicht bewiesen – zu sehen ist das E-Modell der Kultmarke auf Wiens Straßen so gut wie nie.

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