meinung
05/20/2020

Wie fährt die Zukunft?

So könnte es nämlich auch laufen: dass der Individualverkehr eine Renaissance erlebt, weil die Menschen Menschenmassen meiden.

von Sandra Baierl

Die Wahrheit tut oft weh, aber die Ungewissheit bringt einen um, heißt es. Damit müssen viele Branchen seit Monaten leben: mit der großen Frage, wie es weitergeht. Für die Autobranche heißt das: Sie musste mit dem Beginn der Corona-Krise weltweit die Produktionen stoppen, seit Anfang Mai lässt man die Maschinen in einzelnen Ländern langsam wieder anlaufen. Ungestörter Betrieb ist das aber noch lange nicht. Bei VW in Wolfsburg etwa wurde das Werk dann stellenweise wieder heruntergefahren, weil es zu wenig Arbeit gibt.

Überraschend anders die Situation in China: Dort hat VW im April mehr Autos verkauft als im selben Zeitraum 2019, verrät VW-Chef Herbert Diess auf LinkedIn. Der Konzern profitiert davon, dass die Chinesen den öffentlichen Verkehr meiden, um eine Virus-Infektion zu umgehen. Sechs von zehn Kunden in China kaufen derzeit ihr erstes Auto überhaupt.

Ein Sondernachfrage-Effekt, keine Frage. Aber eine Entwicklung, die man nicht vorhergesehen hat. So könnte es nämlich auch laufen: dass der Individualverkehr eine Renaissance erlebt, weil die Menschen Menschenmassen meiden. Das könnte der E-Mobilität einen neuen Anschub geben: In Deutschland hat sich die Zahl der E-Autos in den ersten vier Monaten 2020 verdoppelt.

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