News 05.12.2011

75 Jahre Großglockner Hochalpenstraße

75 Jahre Großglockner Hochalpenstraße
© Archiv Großglockner Hochalpenstraßen AG

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Österreichs feiert Jubiläum: Die Großglockner Hochalpenstraße. Aus diesem Anlass: Ein Rückblick.

Heute, vor genau 75 Jahren, wurde die Straße, die durch den Nationalpark Hohe Tauern führt, eröffnet. Knapp 900.000 Besucher fahren pro Saison über die Panoramastraße, 2010 konnte im Juni sogar der 60-millionste Besucher begrüßt werden.

Erbaut wurde die Großglockner Hochalpenstraße in der Zeit zwischen 1930 und 1935; Straßenarchitekt Franz Wallack gelang damit eine einzigartige Straße, die sich wunderbar in die Landschaft einfügte. Von einem späteren Nationalpark wusste Wallak damals noch nichts. Der damalige Salzburger Landeshauptmann Franz Rehrl, ein leidenschaftlicher Automobilist, setzte sich für dieses Straßenbauprojekt ein. Rehrl war übrigens auch der erste Autofahrer, der in einem Steyr 100 noch auf der Bautrasse 1934 die Hohen Tauern überquerte.

Die "Glocknerbarbaren"

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© Archiv Großglockner Hochalpenstraßen AG

Die Arbeiter, die an dem Straßenbau beteiligt waren, wurden "Glocknerbarbaren" genannt. Die Bauzeit war für die damalige Zeit sehr kurz, wenn man bedenkt, welche Mittel und Maschinen zur Verfügung standen. Viele der Arbeiter waren vorher aufgrund der Wirtschaftskrise arbeitslos und erhofften sich durch den Bau der Alpenstraße eine neue Chance für sich und ihre Familien.

Erlebnisstraße

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© Archiv Großglockner Hochalpenstraßen AG

Die berühmte Alpenstraße führt auf 48 Kilometern mit 36 Kehren durch eine einzigartige Gebirgswelt. Da während der Fahrt ein Höhenanstieg von 2.504 Metern bewältigt wird, können sowohl Almwiesen und Bergwälder als auch Felsen und Eis gesehen werden. Neben der Flora kann zudem auch die alpine Fauna bestaunt werden. So tummeln sich manchmal ein paar Murmeltiere neben der Straße.

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© Archiv Großglockner Hochalpenstraßen AG

Die Großglockner Hochalpenstraße war und wird vermutlich immer eine touristische Attraktion bleiben, denn als Transitroute hat sie nur eine untergeordnete Bedeutung. Dafür ist sie eine Erlebnisstraße, die ihresgleichen sucht. Während der Fahrt können allerlei interessante Informationen über die Berg-, Tier- und Pflanzenwelt der Großglocknerregion gesammelt und natürlich zahlreiche Aussichtspunkte genossen werden. Zum Beispiel jener auf der Kaiser-Franz-Josefs Höhe (2369 Meter Höhe), mit direktem Blick auf den Großglockner und seiner Gletscherzunge - die Pasterze.

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© Archiv Großglockner Hochalpenstraßen AG

Um eine der größten Sehenswürdigkeiten Österreichs zu würdigen, fanden am Wochenende vor dem Geburtstag die Feierlichkeiten statt. Anwesend waren unter anderem die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler, die es sich nicht nehmen ließen im Original Steyr 100 Platz zu nehmen.

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© Archiv Großglockner Hochalpenstraßen AG

In Anlehnung an die erste Fahrt auf der Rohtrasse 1934 in einem Steyr 100 unternahmen Dörfler und der Salzburger Landeshauptmannstellvertreter Wilfried Haslauer die Tour auf den Berg in einem elektrischen Tesla-Roadster. Danach begannen die Feierlichkeiten, die das ganze Wochenende andauern sollten.

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(KURIER.at) Erstellt am 05.12.2011