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Alfa Romeo: Der Neue heißt Milano, kommt als Stromer und ist ein kleines SUV

Schon ab 2027 soll Alfa Romeo komplett elektrifiziert sein. "Milano" wird das erste Sport Urban Vehicle der Alfa Geschichte.

von Teresa Richter-Trummer

12/14/2023, 03:00 PM

Alfa Romeo bat zum Medien-Roundtable mit CEO Jean-Philippe Imparato. Dieser Termin mit der internationalen Presse ist inzwischen zu einem jährlichen Ereignis vor den Feiertagen geworden. Er dient Alfa Romeo als Gelegenheit,  Bilanz des Jahres zu ziehen und einen Vorgeschmack auf das Jahr 2024 zu geben. Und das wird - elektrisierend. 

Denn im April wird Alfa Romeo in Mailand das erste Sport Urban Vehicle seiner Geschichte der Weltöffentlichkeit vorstellen, das auch in einer 100% elektrischen Version erhältlich sein wird. 

Schon in den letzten Wochen wurde in Medien einiges spekuliert ob das neue Modell den Namen „Brennero“ bekommt - weil bisherige Modelle auch nach Alpenpässen benannt sind. Nun ist klar: Es wird den Namen Milano tragen, und will eine echte Hommage an die Stadt sein, in der am 24. Juni 1910 alles begann.

Viel verrät man noch nicht. Fest steht nur:
Das erste Elektroauto von Alfa Romeo wird ein kleiner SUV - mit Allradantrieb. Und mit dem Milano meldet sich der traditionelle Autobauer aus Turin im B-Segment mit einem neuen Angebot zurück.

Die Milano soll ein symbolisches "Willkommen zurück" für alle unsere Alfa-Fans sein. 
Jean-Philippe Imparato | CEO Alfa Romeo
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"Milano" ist  in der Geschichte der Marke tief verankert: Seit 1910 enthält das Emblem von Alfa Romeo zwei der Symbole, die Mailand kennzeichnen: Das Kreuz, das das historische Symbol der lombardischen Hauptstadt, und die Biscione-Schlange, das Wappen der Adelsfamilie Visconti.

Über 60 Jahre lang (1910-1972) war der Name Milano im unteren Teil des Logos zu finden. Bis 1918 wurde er von dem Akronym "A.L.F.A." (Anonima Lombarda Fabbrica Automobili), dann ab 1919 von "Alfa Romeo". 

Die Milano ist der erste Meilenstein im Übergangsprozess der Marke zur Elektromobilität und hat, wie der Tonale, die wichtige Aufgabe Aufgabe, die globale Präsenz von Alfa Romeo weiter zu stärken.

Jean-Philippe Imparato | CEO Alfa Romeo

Deutliches Wachstum 

Sportlich, italienisch, das will man sein, sagt Jean-Philippe Imparato, der sich betont locker und zuversichtlich gibt. Gebaut wird der SUV im polnischen Werk Tichy. Ob sich die Neue - man nutzt die gleiche Plattform wie viele andere Stellantis-Autos - auch elektrisch noch wie ein Alfa anfühlen wird? Ja, meint er, trotz der Plattform bleibt "der Alfa Romeo Touch."

Zeigen wird sich das bei Testfahrten, die für Juni angekündigt sind.

Was der CEO auch nicht verschweigt: Mit der Milano will man Profit machen.

Auch da ist er zuversichtlich. Denn nach einem nicht ganz einfachen Start ist er mit den Zahlen zufrieden:  Die Verkaufszahlen stiegen im bisherigen Jahresverlauf bis November um 34% gegenüber 2022.
Europa hat dazu einen robusten Anstieg von 53% beigetragen. Der Mittlere Osten und Afrika sind mit einem Anstieg von 95 % die Region mit dem schnellsten Wachstum. In Nordamerika wurde das Debüt des Tonale im September gut aufgenommen, ebenso wie in China, wo das Angebot nun durch den Tonale vervollständigt wurde. Beide Regionen sind Gebiete von strategischer Bedeutung, weshalb Alfa Romeo auch große Investitionen tätigt.

Auch in Österreich konnte Alfa Romeo 2023 kräftig zulegen: Und zwar um Plus 22,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

Die Milano kommt, jedenfalls in Europa als Mild Hybrid und 100% elektrische Version. Ist man bei Alfa Romeo zuversichtig, dass Stromer die Zukunft sind? Imparato erklärt, dass es derzeit eine klare Vision oder Linie der Politik zu erkennen. Daher, so der CEO, müsse man möglichst agil und anpassungsfähig sein, um schnell reagieren zu können. Die Konkurrenz, die von China ausgehe, deutet er an, dürfe nicht unterschätzt werden.

Was er nicht anbieten möchte, sind aggressive Discounts: "Ich will den Wert der Marke beschützen, auch aus Respekt für die Menschen, die diese Autos bauen", so der CEO.

Die Preise werden erst im ersten Quartal 2024 kommuniziert, doch erwartungsgemäß wird man etwas über dem Konkurrent Jeep Avenger liegen. Generell folgen genauere Infos im April 2024. Dann wird der Alfa Romeo Milano  in Mailand der internationalen Presse vorgestellt.

Eine reine SUV-Marke will man nicht werden. Gerade die E-Mobilität, so Imparato, könnte den Sedans zu einem Comeback verhelfen.

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