News 06.08.2012

Alle brauchen eine Antenne

Alle brauchen eine Antenne
© EPA

Verbindung. Wie Antennen "unsichtbar" und gleichzeitig multifunktionaler werden.

Mit Funk und Auto hat Delphi Erfahrung. Bereits 1936 integrierte Delphi das erste Radio ins Armaturenbretten eines Serienfahrzeugs. Delphi profitiert vom Trend des "always on" (ständig verbunden): Egal, ob es sich um "sprechende" Infrastruktur (z. B. mit Fahrzeugen kommunizierende Ampeln), Türöffner, schlüssellose Zugangssysteme ("Keyless-Go"), Reifendruckkontrollen, Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation, E-Call (europäischen Notruf), elektronische Maut, Radio, Fernsehen, Internet, Telefon, Satellitennavigation (GPS) oder Mehrwertdienste handelt – "alle brauchen eine Antenne – und die macht Delphi", so ein Bereichsleiter vor Kurzem auf einem Workshop.

Delphi hat auch das Wissen um die Integration, denn nicht alle Hochfrequenz-Sender und -Empfänger sind kombinierbar. Im Auto müssen sie sich zudem mit zahllosen Kabeln und E-Motoren auf engstem Raum "vertragen". Obendrein ist es viel aufwendiger, im Auto bei hohem Tempo eine gute Verbindungsqualität zu garantieren als stationär zu Hause.

Um einen Antennensalat auf dem Auto zu verhindern, geht der Trend hin zur Antennenfusion, zudem werden die Empfänger gemäß dem Wunsch der Autohersteller zusehends "unsichtbar" verbaut: In der Heck- oder Frontscheibe, im Spoiler oder Stoßfänger (etwa für TV), im Seitenspiegel oder künftig im Heckdeckel.

In Genf zeigte Delphi heuer eine Mehrdienst-Antenne, wo alle Empfänger für Radio, TV, Mobilfunk (4G), GPS, Notruf E-Call, Fahrzeug-Fahrzeug-Systeme, Reifendruck-Kontrolle, schlüssellosem Zugang in einem schlanken Modul integriert sind.

Mit der immer dichteren Vernetzung steigt jedoch auch die Gefahr der Hackerangriffe. Dazu Delphi: "Natürlich empfangen die Antennen auch Hackersignale, Antennen können nicht zwischen guten und bösen Signalen unterscheiden. Das muss über die Elektronik erfolgen, die die Signale verarbeitet."

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(Kurier) Erstellt am 06.08.2012