McLaren 650S

© Werk

Vorstellung
02/18/2014

Alles über den neuen McLaren 650S

Anlässlich des Genfer Autosalons präsentiert McLaren einen neuen Sportwagen, der Motor-KURIER durfte den Renner schon in Augenschein nehmen.

von Michael Andrusio

Es gilt ein Versprechen einzuhalten. Jedes Jahr ein neues Modell - so hat es McLaren versprochen und nach 12C, 12C Spider und dem P1 heißt es anno 2014 nun 650S. Damit einher geht auch eine weniger mystifizierte Namensgebung. 650 steht für die PS-Zahl und S für Sport. Noch Fragen?

In der McLaren Modellhierarchie ordnet sich der 650S zwischen dem (mittlerweile ausverkauften) P1 und dem 12C ein. Wobei der neue Supersportwagen aus Woking näher am 12C sein Plätzchen findet - sowohl von der Leistung her als auch technisch. Basiert doch der 650S auf dem 12C und übernimmt auch dessen Motor - einen V8 mit 3,8 Litern Hubraum und Turboaufladung - nur dass nunmehr 25 PS mehr herausgekitzelt werden.
Auch optisch sind die Änderungen vor allem heckseitig nicht so gravierend. Die Front freilich macht den 650S zum kleinen Bruder des P1. Das ist natürlich nur die höchst oberflächliche Betrachtungsweise der Dinge, die McLaren-Ingenieure erklären, dass 25% der Teile geändert wurden und dass gleich 40% mehr Downforce erzielt werden konnte. Überhaupt ist viel aus der gewonnenen Erfahrung mit dem P1 in den 650S eingeflossen.

Das erschließt sich, wenn man noch tiefer in ins Detail geht. So spricht das Gaspedal schärfer an, die Gangwechsel erfolgen noch flinker (sowohl beim Rauf- als auch beim Runterschalten), ESP und Traktionskontrolle wurden neu kalibriert und die Federn um 22% steifer gemacht. Nur mit Mühe können sich die zuständigen Entwickler das Grinsen verkneifen, wenn sie sich zum Thema „Driftability” (wie es offensichtlich im Rennenglisch heißt) äußern. Damit ist gemeint, dass sich der 650S in einem stabilen Winkel im Drift um die Kurven zirkeln lässt (nachdem es diesbezüglich beim 12C Kritik gegeben hat). Der 650 S verfügt über einen Flügel, der als Airbrake (also Luftbremse) arbeitet, aber nicht nur das - beim Gaswegnehmen stellt sich der Flügel steil, um das Auto zu stabilisieren und arbeitet gleichzeitig als DRS; heißt, der Flügel stellt sich bei höheren Geschwindigkeiten flacher. Auf 100 km/h beschleunigt der 650S in 3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 333 km/h.

Carbon-Keramikbremsen sind serienmäßig, sie brauchen 271 Meter, um den McLaren von 300 km/h auf 0 zu verzögern, wurden aber so abgestimmt, dass die besser zu dosieren sind, vor allem dann, wenn man nicht gerade eine Vollbremsung aus 300 km/h hinlegt.

Komfort

So dynamisch der 650S dadurch im Vergleich zum 12C wird, umso mehr hat man auch den Komfort verbessert. Der McLaren soll bei niedrigeren Geschwindigkeiten fahrbarer und eben komfortabler sein. Weil eben viele Kunden ihn als Auto für den alltäglichen Gebrauch nutzen wollen, wie der zuständige Produktmanager erzählt. Deswegen gibt es auf der einen Seite Carbon-Rennsitze, auf der anderen Seite Satelliten-Navigation (Serie) oder elektrische Lenkradverstellung oder Rückfahrkamera (falls man das haben möchte).

Vom 650S wird es auch gleich eine Spider-Version geben, die neuen McLaren sollen auch bald nach dem Genfer Autosalon im März an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Und 2015 kommt dann die Einsteigerversion, die unter dem 12C angesiedelt sein wird.

Preise

Die Preise: Der McLaren 650S wird bei uns voraussichtlich € 281.250,- (Coupe) bzw. € 309.750,- (Spider) kosten. Bestellen kann man nach der Premiere des Autos auf dem Genfer Autosalon.

McLaren 650S…

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