Service 04/10/2017

Sommerreifentest: Drei Mal "Nicht genügend, setzen"

Sommerreifentest: Drei Mal "Nicht genügend, setzen"
© /WERK

Exotische Hersteller landen im Mittelfeld, die Prominenz teilweise ganz hinten. So wie die Mitbewerber unter den heimischen Kraftfahrorganisationen beteiligt sich der ARBÖ schon seit vielen Jahren auch an internationalen Reifentests.

Einer ganz speziellen Sommerreifensorte haben die Spezialisten der Partner ARBÖ, ACE (Deutschland) und der deutschen GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) heuer auf einem Testgelände im französischen Mireval auf die Laufflächen geschaut.

SUV-Reifen

Speziell sind die Reifen deshalb, weil sie selten auf konventionellen Pkw zu finden sind. Die Dimension 215/60 R17 ist vielmehr eine typische und häufig eingesetzte Reifendimension für kompakte SUV (Sport Utility Vehicles). Also jene Autoklasse, deren Beliebtheit bei der Kundschaft weiter zunimmt, was sich in den steigenden Zulassungszahlen widerspiegelt.

Als Testwagen kamen in Mireval deshalb zwei aktuelle Modell des Kompakt-SUV Opel Mokka zum Einsatz.

Insgesamt elf verschiedene Reifen wurden von der Test-Mannschaft in sämtlichen wichtigen Sicherheitsaspekten unter die Lupe genommen. Nur zwei Modelle konnten die Bestnote einstreichen, drei weitere immerhin ein "empfehlenswert" erreichen. Aber gleich drei Reifen zeigten sich als nur "bedingt empfehlenswert" und drei weitere fielen, wenn auch teils sehr knapp, überhaupt ganz durch.

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© /Grafik

Bei den Nachzüglern der Wertung war, wie sich auch bei anderen Reifentests schon des Öfteren gezeigt hatte, das Fahrverhalten bei Nässe, insbesondere beim Bremsen, teilweise aber auch im Nasshandling, die schmerzhafte Achilles-Ferse. Generell scheint bei allen Kandidaten auch im Trockenhandling noch etwas Luft nach oben gegeben.

Und ausgerechnet der Testsieger von Continental landete – gemeinsam übrigens mit dem Vredestein Sportrac 5 – beim Vorbeifahrgeräusch auf dem letzten Platz.

Positive Ausnahmen

Einigermaßen überraschend ist, dass Reifen, die nicht unbedingt zu den Premiumprodukten gezählt werden (wir reden hier von sogenannten Mittelklassereifen), in einzelnen Testkategorien äußerst positiv überraschen konnten und daher auch in der Endwertung relativ weit vorne landeten.

Die zitierten Reifentests, an denen der ARBÖ teilnimmt, werden im Unterschied zu anderen mit einer relativ weit gespreizten Punktezahl versehen und mit einer daraus resultierenden Rangreihenfolge abgeschlossen.

Ein Punkteabstand von letztlich 31 Zählern zwischen Spitzenreiter und Schlusslicht ist durchaus beachtlich. Auch wenn bei der Beurteilung natürlich in Rechnung gestellt werden muss, dass die Grenzen zwischen den einzelnen Notenabstufungen relativ eng gesetzt sind.

(Kurier) Erstellt am 04/10/2017