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14.11.2018

Aston Martin DBX: Erstes Aston-SUV angeteasert

Anders als gemutmaßt, wird das Auto nicht Varekai sondern DBX heißen

Ja, es ist mittlerweile unvermeidlich. Auch für einen Hersteller wie Aston Martin. Sie wissen schon was wir meinen ... genau, es geht ums leidige Thema SUV. Ende 2019 soll es also auch für den britischen Edel-Sportwagenhersteller soweit sein, dann wird das erste SUV, der DBX, seinen Weg zu den Händlern finden. Bis es soweit ist, wird der hohe Kraftwagen aus Gaydon noch viele quälende Tests über sich ergehen lassen müssen. Schließlich muss beim "State-of-the-art-SUV" alles zu 100 Prozent passen, bevor er die Bänder der neuen Aston-Fabrik in Wales besetzt. 

Der DBX wurde bereits im Fahrsimulator entwickelt und feingetunt. Diese Prozess erlaubte es dem Unternehmen, die ersten richtigen Prototypen auf die Straße zu bringen. Damit wird es nun ernst für das erste SUV der Firmengeschichte. Die Tests unter realen Bedingungen haben begonnen. Die Evaluierung des DBX findet rund ums neue Aston-Martin-Werk in St. Athan im Vale of Glamorgan statt.  

Besonders viel vom DBX-Design erkennt man freilich noch nicht. Auf den uns zur Verfügung gestellten Bildern ist der Nobel-Crossover noch üppig mit der Aston-typischen gelb-schwarzen Tarnfolie versehen. Dennoch sieht man bereits das bekannte Aston-Martin-Gesicht mit schmalen Scheinwerfern und dem typischen Grill. Die Karosserieform scheint aber weniger schneidig zu sein als die der gleichnamigen Studie vom Genfer Autosalon 2015. Stattdessen dürfte der Serien-DBX ein praktischeres Fünftürer-Layout mit etwas höherer Dach- und Hecklinie annehmen. Aber natürlich handelt es sich hier noch um einen recht frühen Prototypen, der gerade im Heckbereich noch arg unausgegoren daherkommt. Die klobigen Rückleuchtenmodule und den ausgeprägten Buckel werden wir am fertigen Produkt so sicher nicht sehen.

In den nächsten Schritten wird der Aston Martin DBX das übliche Testprozedere durchlaufen. Sprich: Auf der ganzen Welt und unter eher unwirtlichen Bedingungen wird er zeigen müssen, was er kann. Das beinhaltet unter anderem die Wüsten des Mittleren Ostens, die Arktis und diverse Alpenpässe. Natürlich dürfen auch Hochgeschwindigkeitstests auf der deutschen Autobahn und der Dynamik-Feinschliff auf der Nordschleife nicht fehlen. 

Was die technische Seite betrifft, bleibt Aston bisher ziemlich vage. Wir gehen davon aus, dass der DBX auf der gleichen Plattform stehen wird, die auch die beiden angekündigten Lagonda-Modelle nutzen werden. Lagonda Limousine und SUV sollen ab 2021 ebenfalls in Wales produziert werden. Das neue Werk soll wohl das "Heim der Elektrifizierung" werden, anfangs wird der DBX aber wohl ganz klassisch von dicken Benzinern angetrieben. Astons hauseigener V12 sowie der 4,0-Liter-Biturbo-V8 von AMG erscheinen wie die logische Wahl. Auch die Elektronik, sowie später die Hybrid-Technologie, werden von Mercedes kommen. 

Bedenkt man, wie groß momentan die Nachfrage nach Luxus-SUVs ist, muss man kein Prophet sein, um zu erkennen, wie wichtig der DBX für Aston Martin sein wird. Die Konkurrenz ist jedoch gewaltig. Neben dem Bentley Bentayga und dem Lamborghini Urus mischt nun auch der Rolls-Royce Cullinan im Kreis der ultra teuren Hochsitze mit. Dazu kommt in absehbarer Zeit das erste Ferrari-SUV Purosangue, das ebenfalls schon die frühe Testphase eingeleitet hat.

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