© Michael Andrusio

Vorstellung
02/19/2015

Aston Martin Vantage GT3 und die blaue Stunde in Silverstone

Erstes Kennenlernen mit dem Vantage GT3, der auf dem Genfer Salon Premiere hat.

von Michael Andrusio

Silverstone im Februar ist menschenleer, saukalt und stockfinster – vor allem, wenn es noch 6 Uhr am Morgen ist. Aber Aston Martin hat uns zum Fotoshooting eingeladen und das vereinbarte Zeitfenster ist eben von 6 Uhr Greenwich Time bis Mittag.

Und noch bevor der brandneue Aston Martin Vantage GT3 von grellen Scheinwerfern ausgeleuchtet und von Fotografen und Kamerateams umringt auf dem Genfer Salon sein Debut gibt, dürfen wir das Auto aus allen Winkeln in aller Ruhe ablichten – wenn auch mit klammen Fingern in einer leeren Box auf der Rennstrecke von Silverstone, wo sonst nur neben dem neuen Aston die entsprechende Rennversion des Autos parkt. Der Vantage GT3 ja ist die vom GT3-Rennwagen abgeleitete bzw. inspirierte Straßenversion. Der 6-l-12-Zylinder-Motor kommt im Vantage GT3 auf rund 600 PS. Für entsprechende Dynamik und Agilität sorgt Leichtbau und für Bodenhaftung ein Heckdiffusor und ein fix montierter Heckflügel.

Mittlerweile graut der Morgen über der Rennstrecke. Der Mond verschwindet langsam hinter den Tribünen von Abbey und das erste Tageslicht eröffnet die blaue Stunde. Stellenweise ist der Asphalt noch mit Eis überzogen – mehr eine Falle für den Fotografen als für das Auto, denn mehr als kurz aus der Box rausrollen und wieder rein ist nicht gestattet.

Das infernalische Brüllen des V12 hat bereits die Vögel, die sich’s im Dach der Boxenanlage gemütlich gemacht hatten, aus dem Schlaf gerissen – sonst ist niemand da, der von diesem Traumsportwagen Notiz nehmen würde. Noch nicht.

Als die Sonne den Kurs endgültig in weißes Licht taucht, heißt es für uns wieder rein in die Garage und die Tür fest zugemacht. Das Auto ist zu diesem Zeitpunkt noch ganz geheim und weder neugierige Blicke noch Kameras sind erwünscht. Wir waren die Ausnahme.

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