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08/01/2012

Audi A1 Sportback: Türisches Vergnügen

Zwei zusätzliche Türen steigern den Nutzwert - das Platzangebot wächst aber nur minimal.

von Ad Raufer

Ein großzügiger Eingangsbereich macht aus einer 2-Zimmer-Wohnung noch kein Loft. Und so verändern auch zwei Türen mehr einen Kleinwagen nicht in Richtung Raum- oder Transportwunder. Aber sie steigern Funktionalität und Praxisnutzen enorm – und darum geht’s ja, wenn ein Hersteller nach der dreitürigen Variante eine mit fünf Pforten nachschiebt.

Mit 3,95 Meter ist der A1 Sportback genau so lang wie das etablierte dreitürige Modell, auch das Ladevolumen bleibt mit 270 bis 920 Liter (bei umgeklappten Rücksitzen) unverändert. In Breite und Höhe legt der neue A1 aber je 6 Millimeter zu, die Dachlinie um 8 Zentimeter – in Kombination mit der weiter nach vorn gerückten B-Säule und den um 23 Zentimeter kürzeren Vordertüren, die das Ein- und Aussteigen in engen Parkhäusern erleichtern, wirkt die Ingolstädter Kompakt­limousine nun harmonischer und erwachsener gleichermaßen. 11 Millimeter mehr Kopffreiheit hinten hören sich zwar nach "na und, auch schon was" an, bewirken subjektiv aber ein Mehr an Kopffreiheit, als die paar Millimeter vermuten lassen. Größer gewachsene Insassen über 1,85 Meter kommen dem Dachhimmel aber immer noch nahe.

Höherer Nutzwert

Wie auch immer: Zwei zusätzliche Fondtüren erhöhen die Alltagstauglichkeit, egal, ob man hinten wen mitnimmt oder den Nachwuchs im Kindersitz festschnallen muss. Ansonsten bleibt der kleine Audi seinem Anspruch treu.

Der A1 ist und bleibt Qualitätsprimus unter den Kleinwagen – die schicke Innenraumgestaltung differenziert ihn deutlich vom Plattform-Bruder VW Polo und überzeugt mit hochwertigen Materialien und Liebe zum – edlen – Detail.

Käufer, die sich für die Sportback-Variante mit 1,4 TFSI-Motor entscheiden, werden die Wahl nicht bereuen. Der 122 PS starke Vierzylinder-Direkteinspritzer-Turbo verknüpft opulente Agilität mit niedrigem Verbrauch, bleibt auch bei höherem Tempo angenehm unaufdringlich im Hintergrund und ist die – im übrigen sehr gut gelungene – Übertragung des TDI-Dieselansatzes auf den Otto-Motor.

Der A1 will sich – genau wie sein Hauptkonkurrent Mini – von der großen Masse der 08/15-Kleinwagen abgrenzen. Das gelingt – nicht zuletzt wegen des Preises: Premiumanspruch gibt’s eben nur gegen Entrichtung der entsprechenden Vergnügungssteuer.

Steckbrief: Audi A1 Sportback 1,4 TFSI

Antrieb: 4-Zylinder-Benzin in Reihe, Direkteinspritzer, 1390, 90 kW/122 PS bei 5000 U/min, maximales Drehmoment 200 Nm bei 1500 U/min, 2 oben liegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Turbolader, Ladeluftkühler, Euro 5; Kraftübertragung: Frontantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Fahrwerk: Vorn McPherson-Federbeine, hinten Verbundlenkerachse, Scheibenbremsen, Servolenkung, ABS, Differenzialsperre (EDS), ESP; Maße: Länge x Breite x Höhe 3954 x 1746 x 1422 mm, Radstand 2469 mm, Wendekreis 10,6 m, Gewicht 1125 kg, Zuladung 515 kg, Gesamtgewicht 1640 kg, Tankinhalt 45 Liter, Kofferraum 270–920 kg, Anhängelast gebremst/ungebremst 1200 kg/610 kg.

Messwerte: Spitze 203 km/h, 0–100 in 9,0 Sekunden; Testverbrauch 6,9 Liter Super/100 km, Reichweite 652 km; in g/km:122.

Kosten: Steuer/Jahr € 435,60; Preis: € 24.120,–.

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