News 05.12.2011

Audi A7 Sportback: Der Luxusliner

Audi A7 Sportback: Der Luxusliner
© Werk

Das große Coupé mit den vier Türen als Selbstfahrer-Alternative zur Limousine A8.

Das mit der Unterscheidbarkeit ist so eine Sache bei Audi. Seitdem die Ingolstädter die Produktpalette in alle Richtungen ausdehnen, bleibt es eingeschworenen Freunden der Marke vorbehalten, die einzelnen Modelle immer schon auf den ersten Blick auseinanderhalten zu können.

Länge läuft: Knapp fünf Meter misst der A7.
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Eine Ausnahme dabei ist der A7 Sportback, der auch gleich der ganzen neuen Spezies der viertürigen Coupés viel zusätzlichen Glanz verleiht. Aus jener Perspektive, aus der man den sportliche Luxusliner auf der Straße meist zu sehen bekommt - nämlich von hinten - ist er unverwechselbar. Selbst auf dem Parkplatz zieht seine elegante Erscheinung die Blicke auf sich und lässt dabei kaum Zweifel darüber, dass es sich hier um Audis zweiten Beitrag (neben der A8-Limousine) zur automobilen Oberklasse handelt.

Ein Blick ins Interieur lässt dann jede Skepsis darüber endgültig weichen. Das edle Ambiente des solide verarbeiteten Cockpits zählt zu den ganz großen Pluspunkten des A7.

Die auf knapp 5 m gestreckte Karosserie bietet trotz des formbedingt etwas geduckteren Einstiegs nach hinten auch in der zweiten Reihe viel Platz für ausgewachsene Passagiere. Von der Coupéform weniger beeinträchtigt als erwartbar zeigt sich die Kopffreiheit, und auch die Beine finden langstreckentauglich viel Platz, sofern in Reihe eins keine Übergröße Platz genommen hat.

Ruck

Länge läuft: Knapp fünf Meter misst der A7.
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Dass der 3-l-Diesel mit dem knapp 1,8 Tonnen wiegenden A7 wenig Mühe hat, ist angesichts der technischen Daten keine Überraschung. Die sehr wache 7-Gang-Automatik erweist sich dabei als kongenialer Partner des Drehmomentbullen. Wer sich die adaptive Luftfederung zusätzlich leistet (um € 2563,-), bekommt überdies ein Instrument in die Hand, mit dem die Sportlichkeit im Fahrbetrieb weiter angespitzt werden kann. Wählt man aus dem Menü die dynamische Variante, geht ein spürbarer Ruck durch das ganze Auto. Die Leistungsentfaltung erfolgt noch spontaner, die Federn straffen sich und die Lenkung gibt sich direkter und will plötzlich streng gehalten werden, soll die Fuhre nicht jeder Spurrille nachlaufen.
In der Praxis wird man sich aber dennoch meist mit der automatischen Anpassung begnügen, nicht zuletzt weil das Anwählen der einzelnen Modi nicht über direkte Tasten funktioniert, sondern über eine Menü-Funktion des Bordcomputers via Drehrad und Bildschirmanzeige.

Unterm Strich zeigt sich der A7 als sportlich-elegante Selbstfahrer-Alternative zum A8 - deren möglichem Ausstattungsniveau kaum Grenzen nach oben gesetzt sind. Solange das Spielkapital reicht.

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011