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05.06.2013

Audi R8 e-tron: Hochspannung im Sportwagen

Am Steuer des Elektrosportwagens von Audi.

Die schlechte Nachricht zuerst: Der R8 e-tron wird nicht in Serie gehen. Für den zuständigen Projektleiter ist das kein Beinbruch. Die existierenden Prototypen werden weiter gefahren, um Erfahrungen im längerfristigen Betrieb von Elektroautos zu sammeln. Die gewonnen Erkenntnisse fließen dann in Autos wie den A3 e-tron ein. Und der wird ab 2014 tatsächlich zu kaufen sein.

Der R8 e-tron ist freilich die Speerspitze der Elektromobilität von Audi. Im Gegensatz zum A3 e-tron, der ein plug-in-Hybrid ist, fährt der R8 rein elektrisch. Die beiden E-Maschinen sitzen an der Hinterachse und entwickeln eine Leistung von 280 kW (380 PS). Noch beeindruckender ist das maximale Drehmoment von 820 Nm - und das ist praktisch sofort abrufbar.

Sound

Auf 100 km/h beschleunigt der R8 e-tron in 4,2 Sekunden. Und dabei gibt er kein Grollen, Brüllen oder sonst ein sportwagenähnliches Geräusch von sich, sondern klingt dabei eher wie ein Golfwagerl, das versehentlich Starkstrom getankt hat. Von außen klingt der R8 etwas anders, es wird ein künstliches Geräusch (eher ein dezentes Brummen) erzeugt, das über Lautsprecher im Fahrzeugboden abgestrahlt wird.

Der tiefe Schwerpunkt wirkt sich positiv auf das Fahrverhalten aus, aber mit 1780 kg Gewicht lassen sich die Gesetze der Physik eben nur bedingt austricksen.

Dem Fahrer stehen diverse Fahrmodi zur Verfügung (Eco, Auto, Dynamic) und dadurch, dass jeder E-Motor ein Hinterrad antreibt, kann der R8 auch Torque Vectoring nutzen. Das heißt, ein Motor kann ein Hinterrad antreiben, während das andere abgebremst wird, um das Fahrzeug zu stabilisieren.

Batterie

Herzstück des Autos ist die Batterieeinheit, die tragender Strukturbauteil ist. Sie ist in T-Form hinter der Fahrgastzelle bzw. im Mitteltunnel eingebaut. Integriert sind hier 530 prismatische Flachzellen. Die Batterie ist 2,35 Meter lang, 1,35 Meter breit und 572 kg schwer. Sie sorgt für eine Reichweite von rund 215 Kilometern. Das Laden würde an einer normalen Haushaltssteckdose 12 Stunden dauern. Beim Laden mit Gleichstrom sinkt die Ladezeit auf bis zu unter einer Stunde, so Audi.

Um das Gewicht der Batterie möglichst auszugleichen, setzt man konsequent auf Leichtbau. Für die Außenhaut kommt praktisch nur CFK (kohlefaserverstärkter Kunststoff) zum Einsatz, sogar die Schraubenfedern wurden aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt (dadurch wiegen sie 40% weniger als vergleichbare Stahlfedern).

Übrigens hat der e-tron nur neun Teile mit dem R8 mit Verbrennungsmotor gemein.

Audi R8 e-tron

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So klingt und fährt der R8 e-tron