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11.04.2012

Ausbau der Infrastruktur für Elektro-Autos

© Bild: APN

Ohne ein flächendeckendes System mit Ladestationen wird es nicht viel werden mit der Elektromobilität. Business-Kunden haben beim E-Provider Austria Vorrang.

Ohne ein flächendeckendes System mit Ladestationen wird es nicht viel werden mit der Elektromobilität. Daher kooperieren Siemens und der Verbund beim Aufbau einer bundesweiten Infrastruktur und haben den E-Provider Austria gegründet. Interessenten sind willkommen. "Wir sind selbstverständlich bereit weitere Partner an Bord zu nehmen", hofft Verbund-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber auf Verbündete. Derzeit laufen Gespräche mit den Landesenergieversorgern, die, so Anzengruber "kurz vor dem Abschluss stehen".

Vorerst beträgt das Budget 20 Millionen Euro. Bis 2020 geht es um Investitionen von etwa 300 Millionen Euro und die Errichtung von 4000 Ladestationen. 100 davon sind Schnell-Ladestationen, (15 Minuten Ladezeit). Im kommenden Jahr werden die ersten 40 Schnell-Ladestationen bei Verkehrsknotenpunkten (eventuell Tankstellen) gebaut.

 

Business-Kunden

Im ersten Schritt werde sich der E-Provider Austria nicht um Privat-, sondern vor allem um Business-Kunden kümmern, erläuterte Wolfgang Hesoun, Generaldirektor von Siemens, die Strategie. Es geht dabei um den Fahrzeugpark großer Unternehmen. Laut Schätzungen werden in Österreich im Jahr 2020 zwischen 80.000 und 240.000 E-Autos unterwegs sein. Ab 90.000 Elektrofahrzeuge ist es für den E-Provider Austria ein Geschäft. Derzeit gibt es in Österreich etwa 1100 E-Autos.

Anzengruber nannte Steuerbegünstigungen oder ein Gratis-Parkpickerl als mögliche zusätzliche Motivation um auf E-Mobilität umzusteigen. Derartige Anreize seien jedenfalls besser als - Zertifikate zuzukaufen.

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