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12.03.2012

Autostudien: Alles ist erlaubt

© Bild: KURIER / Michael Andrusio

In Genf wird von reinen Designobjekten bis zu konkreten Vorboten kommender Modelle alles gezeigt.

Erlaubt ist, was gefällt. Die engen Korsagen, die den Designern sonst umgeschnallt werden, sind gelockert, wenn es gilt, ein Conceptcar zu kreieren. Trotzdem sind die oft als Eyecatcher ins Rampenlicht gerückten Showcars Vorboten konkreter Autos.

Infiniti präsentiert mit dem Emerg-E ein aufsehenerregend gestyltes Sportcoupé, das als Elektroauto mit Range-Extender konzipiert ist. Der Reichweitenverlängerer ist im Fall des Infiniti ein Dreizylinder-Benziner. Das selbe Antriebskonzept verfolgt Hyundai mit dem i-qonic. Auch hier steckt im sportlich gestylten Sportcoupé ein Dreizylinder, der die Reichweite des Elektromotors zu strecken vermag. Einen anderen Range-Extender zeigt Rinspeed mit dem Dock+Go. Man hängt eine dritte Achse z. B. an einen Smart und gewinnt Platz und zusätzliche Batterien.

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Der Automobilsalon in Genf ist traditionell auch Bühne für die italienischen Carrozziere. Einige haben sich große historische Automobile zum Vorbild für ihre aktuellen Studien genommen. Touring Superleggera glänzt mit einer Neuauflage des Alfa Romeo Disco Volante. Und die Studenten von IED (Istituto Europeo di Design) präsentieren einen aktuellen Cisitalia. Das Original, das es Anfang der 50er-Jahre gab, wurde von Pininfarina entworfen. Ebendort beschäftigt man sich anno 2012 aber nicht mit der Vergangenheit, sondern zeigt mit dem Cambiano ein schönes Coupé, das mit den gegenläufig aufschwingenden Türen den Einstieg erleichtern soll.

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Italdesign

© Bild: KURIER / Michael Andrusio

Eine ähnliche Problemstellung hat man sich bei Italdesign (mittlerweile zum VW-Konzern gehörend) ins Lastenheft geschrieben. Die Lösung beim Brivido sind aber zwei große weit aufschwingende Flügeltüren. Sie sollen dafür sorgen, dass auch die hinten Sitzenden bequem zu ihren Plätz kommen. VW-Designchef Walter de Silva meinte anlässlich der Präsentation, dass er noch nie in einem Viersitzer so tief sitzen konnte. Um die Übersicht für den Fahrer zu bewahren, hat der Brivido Kameras statt Rückspiegel, die Bilder sind in zwei links und rechts vom Lenkrad angebrachten Satelliten zu sehen. Dazu zeigt die Truppe rund um Giorgio Giugiaro auch gleich eine Rennversion des Autos (in markanter Martini-Racing-Lackierung).

Bei Bertone zelebriert man das 100-Jahr-Firmenjubiläum mit einer Studie (Nuccio), die mit ihrer Keilform an die erste Stratos-Studie erinnern soll, und MagnaSteyr zeigt mit der Studie Mila Coupic eine Mischung aus SUV und Coupé.

Range Rover begibt sich auf gänzlich neues Terrain und macht aus dem neuen Evoque ein viersitziges Cabrio. Das Statement zu diesem Auto lautet noch „Schau’ ma mal“, aber man rechnet schon vor, dass man vom Beschluss einer Produktion zur Serienreife drei Jahre brauche würde.

Ganz konkret sind die Vorhaben bei Seat mit dem Toledo. Der Toledo soll dort weitermachen, wo der Vorvorgänger aufgehört hat, als schicke, preiswerte Limousine mit großer Heckklappe und ordentlich Platz. Das entsprechende Serienmodell soll noch heuer zu kaufen sein.

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