News 05.12.2011

Berliner Rekord-Elektroauto abgebrannt

Berliner Rekord-Elektroauto abgebrannt
© EPA

Der Elektro-Audi der letzten Oktober 626 Kilometer ohne Zwischenladung zurückgelegt hat, wurde durch ein Feuer zerstört. Mittlerweile gibt es auch erste Zweifel an der Rekordfahrt.

Das im vergangenen Jahr durch eine Weltrekordfahrt bekanntgewordene Elektroauto der Berliner Firma DBM Energy ist aus bisher ungeklärten Gründen verbrannt. Wie die ADAC Motorwelt und das Portal Cleanthinking.de am Montag übereinstimmend berichteten, wurde der Audi A2 durch ein Feuer in einer Berliner Lagerhalle zerstört. DBM hat dies nach Angaben der Medien bestätigt und weiter mitgeteilt, dass sich zum Zeitpunkt des Brandes nur eine nicht brennbare Ersatzbatterie in dem Auto befunden habe. "Die Batterien waren nach Angabe von DBM Energy aber nicht der Auslöser für den Brand", heißt es bei Cleanthinking.de.

DBM war zunächst nicht für eine weitergehende Stellungnahme zu erreichen - der Brand soll sich schon im Dezember ereignet haben. Zuletzt hatte unter anderen der ADAC Zweifel angemeldet, ob bei der Rekordfahrt über 600 Kilometer von München nach Berlin ohne Aufladen der Batterie alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Der umgebaute Audi A2 fuhr im Oktober 2010 ohne Aufladen von München nach Berlin.
© EPA

Die DBM-Homepage besteht derzeit nur aus einer längeren Mitteilung und einem Impressum. Dort heißt es: "Wir haben uns entschlossen, den Jahreswechsel und das erste Quartal 2011 dazu zu nutzen, uns für eine erfolgreiche Zukunft grundsätzlich professionell neu aufzustellen und arbeiten unter Hochdruck an dem Auf- und Ausbau einer schlagkräftigen Struktur."

Am 26. Oktober war das Auto nach der Rekordfahrt von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle ( FDP) begeistert empfangen worden. Er sprach von einem Durchbruch für die Elektromobilität. "Jetzt kommt es darauf an, dass aus dieser Meisterleistung made in Berlin ein Welterfolg wird", sagte Brüderle. Das Projekt wurde von DBM gemeinsam mit dem Energieanbieter lekker Energie durchgeführt.

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(KURIER.at; apa) Erstellt am 05.12.2011