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04/08/2019

BMW 7er-Reihe: Die Spitze des Preisberges

Umfassend renovierte, ebenso kostenintensive Top-Baureihe mit 6-,8- und 12-Zylindermotoren.

Wer Leserbriefe in deutschen Automagazinen oder Internetforen studiert, wird im Zusammenhang mit dem Kühlergrill rasch auf das Wort Nierenleiden stoßen.

Das wird sich mit dem Facelift der 7er-Reihe nahtlos fortsetzen. Hat doch die sogenannte Niere der 7er-Reihe – analog zu X5 und X7 – ein Ausmaß erreicht, das alles bisher Gewohnte glatt in den Schatten stellt. Das kann man mögen, muss man aber nicht: Fest steht jedenfalls, dass auf dem 7er-Hauptabsatzmarkt, nämlich in China, für die dortigen Neureichen die einfache Formel gilt: Je größer, desto besser und also – prestigreicher.

Neben dem neuen Kühlergrill fallen außerdem großflächige Luftleitbleche in der neuen Frontschürze, geänderter Stoßfänger, flacher bauende LED-Scheinwerfer sowie eine überarbeitete Motorhaube mit auffälligen Sicken auf. Neue Akzente auch am Heck: Dort fallen (unter anderem) um 35 mm flachere LED-Rücklichter, die durch eine Chromleiste und ein Leuchtenband miteinander verbunden sind, sowie breitere Auspuffendrohre auf.

Der 7er wird wie auch bisher als Kurz- oder Langversion angeboten – das bedeutet: Die Außenlänge beträgt jetzt 5,12 respektive 5,26 m und legt damit jeweils um 22 mm zu. Die Langversion verfügt über einen um 14 cm auf nunmehr 3,21 m erweiterten Radstand.

Die Antriebspalette

Das Motorenangebot umfasst aufgeladene Otto- und Diesel-Direkteinspritzer mit sechs, acht und zwölf (ja, so was gibt’s heute noch) Zylindern, alle Triebwerke sind nach Euro 6d Temp homologiert und verfügen über Partikelfilter; die Diesel darüber hinaus SCR-Kat und Adblue-Einspritzung. Die Benziner-Leistungspalette reicht von 340 PS (740i) über 530 PS (750i) bis hinauf zu 585 PS im zwölfzylindrigen M760i. Die Selbstzünder gibt’s mit 265 PS (730d), 320 PS (740d) und 400 PS im 750d.

 

Im Sommer folgt die 745e genannte Plug-in-Hybridversion auf den Markt. Neu: ein Reihen-6-Zylinder anstelle des bisher verbauten 4-Zylinders im alten 740e. Der Verbrenner leistet 286 PS, der E-Motor 113 PS, die Systemleistung liegt bei 394 PS statt wie früher bei 326 PS. Zugleich steigt die E-Reichweite von ehemals 45 auf nunmehr bis zu 58 Kilometer. Auch ganz neu: Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer von 9,2 auf 12,0 kWh erhöhten Speicherkapazität.

Der 7er kommt mit weiterentwickelter 8-Gang-Automatik, adaptivem Fahrwerk, Zweiachs-Luftfederung, einer Armada an Assi-Systemen und Heck- oder wahlweise auch Allradantrieb mit vollvariabler Kraftverteilung im April auf den Markt, der günstigste Diesel kostet € 100.100,–, der günstigste Benziner € 108.150,–.