News 17.08.2016

BMW i3: Schneller, länger, weiter

BMW i3: Schneller, länger, weiter
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Rund 50 Prozent mehr Reichweite steigern jetzt die Alltagstauglichkeit deutlich.

Wollte man bislang die sprichwörtliche Freude am Fahren mit dem elektrisch betriebenen, 170 PS starken i3 auskosten, setzte sie eine gewisse Freude am Sparen voraus. Den Radius von bislang maximal 190 Kilometern weitet das neue Modell mit einer Batteriekapazität von 94 Ah nun auf rund 300 Kilometer aus und selbst bei Nutzung von Klimatisierung oder Heizung bleiben – so versichern die BMW-Techniker – mindestens 200 Kilometer, bevor der i3 wieder an die Ladesäule muss.

Dort sorgt die überarbeitete Ladeelektronik dafür, dass die Zeitspanne für eine Vollladung bei Verwendung der BMW-i-Wallbox auf Niveau des alten, schwächeren Modells liegt. Dank Verwendung dreiphasiger Ladeströme mit 11 kW Leistung hängt der leere i3 dann weniger als drei Stunden für eine Vollbetankung am Netz. Nutzt man das Standardladekabel, verlängert sich die Standzeit allerdings um das Dreifache.

BMW i3…
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Drückt man das Fahrpedal zu Boden, beschleunigt der Viersitzer in knapp sieben Sekunden auf 100, untermalt vom leisen, kaum wahrnehmbaren Singen des E-Antriebes. Beeindruckend ist auch der Antritt: Nach Ampelstarts erreicht der BMW dank der Wucht von 250 Nm innerhalb von nur 3 Sekunden 50 km/h und kehrt so Vorurteile gegenüber Elektromobilen als rollenden Verkehrshindernissen gekonnt ins Gegenteil.

Limitierte Fahrdynamik

Insofern wird der i3 dem Markenslogan jedenfalls gerecht, in Bezug auf die fahrdynamischen Fähigkeiten schränken die schmalen Leichtlaufreifen das Potenzial des ganz aus Karbon gefertigten Fünftürers allerdings deutlich ein: Gequältes Wimmern der Vorderreifen und spürbares Untersteuern mahnen früher zur Vernunft, als sich das Stabilitätsprogramm zum Eingreifen gezwungen sieht.

Der BMW taugt auch für längere Reisen, die vom Fahrer mit dem Reichweitenassistenten des optional erhältlichen Navis geplant werden können. Liegt das Ziel außerhalb der Reichweite, berechnet das System Alternativrouten oder empfiehlt, in den sparsamen Eco-Pro+-Modus zu wechseln. Ladestationen entlang der geplanten Fahrroute werden zusätzlich ausgewiesen. Die Handhabung ist erstaunlich einfach – wem dies aber als unzumutbare Einschränkung erscheint, dem bleibt immer noch der Griff zum aufpreispflichtigen Range Extender: Der erhöht aber nicht nur die Reichweite um 150 Kilometer, sondern auch den Preis von € 36.900,– um € 4700,–.

(Kurier) Erstellt am 17.08.2016