News 07.12.2014

BMW: O’zapft is’ – der 3er geht ans Netz

BMW: O’zapft is’ – der 3er geht ans Netz
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Wie man sich in München die Hybrid-Zukunft vorstellt – auch der 3er mutiert zum Plug-in-Hybrid.

Den Anfang macht der X5. Das große SUV der Bayern startet Mitte nächsten Jahres als Plug-in-Hybrid. Anfang 2016 folgt dann der 3er als Plug-in-Hybrid. Heißt: Auch der 3er kann dann an der Steckdose geladen werden. Bislang gibt es den 3er als sogenannten Active Hybrid, der die Möglichkeit der Stromzufuhr von außen nicht hat. Dementsprechend bescheiden bleibt die elektrisch erzielbare Reichweite. Beim Plug-in-Hybrid soll es deutlich mehr sein. 35 Kilometer versprechen die Techniker und elektrisch fahren kann man bis zu einer Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h .

BMW Plug-in-Hybrid…
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Technisch werden im 3er Plug-in-Hybrid ein Vierzylinder mit Twin-Turbo-Aufladung und ein Elektromotor kombiniert. Die Systemleistung beträgt 245 PS. Der Verbrauch liegt nach Werksangabe bei 2 Liter auf 100 km (bzw. 50 g CO2/km). Energiespeicher ist eine Lithium-Ionen-Batterie, die an jeder Haushaltssteckdose geladen werden kann. Das Kofferraumvolumen wird durch die Batterie nur geringfügig eingeschränkt.

BMW Plug-in-Hybrid…
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Die Kraft wird wie gehabt über die Hinterräder auf die Straße übertragen, in Sachen Getriebe kommt eine 8-Gang-Steptronic zum Einsatz. Und natürlich hat der Fahrer diverse Fahrmodi zur Auswahl: vom rein elektrischen eDrive bis zum Sport-Modus, in dem beide Triebwerke für entsprechende Fahrleistungen sorgen. Im BMW 3er Plug-in-Hybrid Prototyp kann außerdem ein in das Navigationssystem integrierter "hybridspezifischer Vorausschauassistent" genutzt werden, der neben den in der Batterie zur Verfügung stehenden Energiekapazitäten auch das Streckenprofil, eventuelle Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Verkehrslage bei der Antriebssteuerung berücksichtigt. BMW strebt für den 3er Plug-in-Hybrid ein Preislevel von ca. 40.000 Euro an.

BMW Plug-in-Hybrid…
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Hybrid-Zukunft

Die weitere Zukunft sieht freilich so aus, dass noch leistungsstärke E-Motoren und Batterien mit doppelter Energiespeicherkapazität zum Einsatz kommen werden. Zwei Drittel der Antriebsenergie sollen künftig aus der E-Einheit kommen, der Rest vom Verbrennungsmotor mit Doppelturboaufladung. Dabei sind Leistungen von bis zu 500 kW möglich (bei einer gleichzeitigen elektrischen Reichweite von 100 km).

(Kurier) Erstellt am 07.12.2014