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15.12.2013

Bosch arbeitet am Segelmodus für Autos

Ein erweitertes Start/Stopp-System soll künftig auch beim fahrenden Auto für Verbrauchsreduktion sorgen.

Das Start/Stopp-System, das den Motor während kurzer Stehzeiten autmatisch ausschaltet, kennt man schon aus vielen Modellen. Bei Bosch geht man nun einen Schritt weiter und arbeitet an einem System, das den Motor auch während der Fahrt deaktiviert, wenn er nicht benötigt wird - „segeln“ heißt das dann.

Das so genannte Segeln beherrschen bereits Fahrzeuge mit Hybridantrieb, Bosch plant die Technik auch für Autos mit normalem Verbrennungsmotor. Der Motor geht aus, sobald das Fahrzeug durch bloßes Rollen seine Geschwindigkeit halten kann – beispielsweise bei einem leichten Gefälle. Tippt der Fahrer Gas oder Bremse an, startet der Motor wieder.

Die Innovation basiert zu großen Teilen auf einer Erweiterung der Software auf Basis vorhandener Sensorinformationen. Darüber hinaus ist der Start/Stopp-Starter für höhere Beanspruchung und einen schnelleren Neustart angelegt. Der Aufwand für zusätzliche Komponenten ist vergleichsweise gering und das System lässt sich in so gut wie jedes Fahrzeug der Welt integrieren. Egal ob es sich um einen Diesel in Europa, einen Benziner in Nordamerika oder ein Erdgas-Fahrzeug in Asien handelt.

Die Techniker von Bosch haben herausgefunden, dass in etwa 30 Prozent aller Fahrzeiten die Motorkraft gar nicht benötigt wird.„Start/Stopp-Segeln wird aus Sicht von Bosch bald genauso normal werden wie die Klimaanlage“, sagt Dr. Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.