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News
05/20/2021

Bugatti Chiron 4-005: Der geschundene Hypersportwagen

Nach acht Jahren im Dienst tritt der Prototyp seinen Ruhestand an.

4-005 - die vier steht für Prototyp und die fünf für den fünften Prototypen des Chiron, von dem insgesamt acht für diverse Erprobungen gebaut wurden.

Im 4-005 wird ab 2013 die gesamte Software für den Chiron entwickelt und getestet. Er fuhr als erster Chiron in den USA, driftete in Skandinavien im Schnee, drehte auf dem Hochgeschwindigkeits-Oval in Nardo seine Runden und hatte in Südafrika Hitzetests zu bestehen.

Das sieht man dem Auto durchaus auch an. Klebestreifen, Kratzer und leichte Blessuren sind auf der matten Oberfläche des Bugatti auszumachen. Und geschont wurde der Prototyp nicht.

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Rüdiger Warda entwickelt seit fast 20 Jahren Bugatti-Fahrzeuge, beim Chiron verantwortet er das Infotainment- und Audiosystem. „Mit dem 4-005 haben wir alle Erprobungen durchgeführt, waren viele Wochen unterwegs, das verbindet. Der Prototyp hat unsere Arbeit geprägt und mit ihm haben wir den Chiron geprägt“, erklärt er. 13 Ingenieure, Informatiker und Physiker arbeiten mit dem Fahrzeug, hegen und pflegen es wie ihr eigenes Auto – obwohl es „nur“ ein Werkzeug für ihre Arbeit ist. Jeder Entwickler betreut ein spezielles Bauteil, kennt aber auch die Eigenschaften des gesamten Systems. Beim 4-005 installierte die Abteilung z.B. die „Welcome Light Inszenierung“, bei dem Blinker, Scheinwerfer und Rückleuchten in einer bestimmten Reihenfolge aufleuchten.

Das Team fuhr quer durch die USA und durch halb Europa, um alle Systeme zu kontrollieren und abzustimmen. Death Valley, Grand Canyon, Granada oder Großglockner: Karten und Navigation müssen in allen Ländern einwandfrei funktionieren, ebenso Satelliten-, Antennen-, Radio- und Telefonempfang. Die Experten kontrollieren dabei, wie sich die Telemetrie Daten verhalten, wenn das Auto durch verschiedene Funknetze oder ohne Netz fährt. 

Bei Hitzetests in der Wüste achten die Techniker auf Kälteströme, Ansprechverhalten und Geräusche der Klimaanlage. „Viele Bereiche lassen sich zwar simulieren, doch die finale Abstimmung erfolgt wochenlang auf der Straße“, erklärt Rüdiger Warda. 

Insgesamt spulte der 4-005 74.000 Kilometer ab. Und nach acht Jahren ist die Elektronik nahezu verschleißfrei. Jetzt steht für den Bugatti das Ende einer Dienstfahrt an.

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