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© Bugatti

News
10/28/2020

Bugatti: Der neueste Bolide heißt auch gleich so

Leistungsgewicht von 0,67 kg pro PS und eine Höchstgeschwindigkeit von "deutlich über 500 km/h".

Mit dem technologischen Konzept des Bugatti Bolide präsentiert der französische Luxusautomobilhersteller die Antwort auf die Frage, was wäre, wenn Bugatti nur um den 8,0-Liter-W16-Motor herum ein radikal leichtes Fahrzeug bauen würde? Die experimentelle Studie des Bugatti Bolide ist ein rennstreckenorientierter Hypersportwagen – mit einem aus der Serie abgeleiteten W16-Motor als Antrieb und einer auf maximalen Abtrieb getrimmten, minimalen Karosserie, erklären die Macher.

Es ist dies das extremste, kompromissloseste, schnellste und leichteste Fahrzeugkonzept der jüngeren Firmengeschichte – mit einem beeindruckenden Leistungsgewicht von 0,67 Kilogramm pro PS. Heißt, die 1.850 PS des W16-Motors haben lediglich 1.240 kg Gewicht zu bewegen.

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Die Höchstgeschwindigkeit gibt Bugatti mit deutlich über 500 km/h an, wobei Agilität und Handling ohne Fehl und Tadel sein sollen.

„Der Bolide ist die ultimative Antwort auf die Frage, was wäre, wenn Bugatti einen rennstreckentauglichen Hypersportwagen, der die Sicherheitsanforderungen der FIA erfüllt, bauen könnte. Konzipiert um den W16-Antriebsstrang herum mit einem Mindestmaß an Karosserie und unglaublichen Leistungsdaten. Entstanden ist die kleinstmögliche Hülle, damit sich der W16 frei entfalten kann, für ein atemberaubend performantes Fahrzeug“, erklärt Stefan Ellrott, Mitglied der Geschäftsführung Bugatti und Leiter der technischen Entwicklung. „Im Bugatti Bolide steckt geballtes Bugatti-Know-how. Dazu dient er als innovativer Wissensträger für zukünftige Technologien. Der Bolide ist also weit mehr als nur ein Gedankenspiel.“

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Den Antrieb legt Bugatti konsequent auf den Rundstrecken-Einsatz aus, stimmt speziell Motor und das Getriebe auf höhere Drehzahlen ab. Dazu zählt unter anderem die Entdrosselung der Ansaug- und Abgasanlage, um ein noch schnelleres, spontaneres und extremes Ansprechverhalten zu erreichen. Die vier neu entwickelten Turbolader erhalten optimierte Schaufeln, um bei höheren Drehzahlen mehr Ladedruck und Leistung aufbauen zu können. Um auch bei extrem hohen Fliehkräften eine optimale Schmierung zu erreichen, werden Ölkreislauf, Öldruck, Rückschlagventile, Schwallbleche, Öltanks, Ölreservoire und Pumpenauslegung der Trockensumpfschmierung optimiert. 

Statt einer Wasser-Luft-Ladeluftkühlung sorgt beim Bugatti Bolide eine Luft-Luft-Ladeluft-kühlung mit Wasservorkühlung für eine optimale Leistungsentfaltung auf Rundstrecken. Die Anströmung erfolgt von der Fahrzeugfront über jeweils einen internen und externen Luftführungskanal pro Fahrzeugseite. Die beiden Wasserkühler, die vor der Vorderachse angeordnet sind, bieten strömungstechnisch betrachtet ein effektiveres Kühlernetz als sogar in der Formel 1 üblich. 

Eine Weltneuheit ist die morphbare Außenhaut der Ansaughutze auf dem Dach. Diese bietet eine aktive Strömungsoptimierung: Bei langsamer Fahrt bleibt die Oberfläche der Hutze glatt, bei schneller Fahrt wölbt sich ein Feld von Blasen aus. Dieses reduziert den Luftwiderstand der Hutze um 10 Prozent und sorgt für einen um 17 Prozent geringeren Auftrieb, zudem wird die Anströmung des hinteren Flügels optimiert.

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Für Sicherheit sorgt die nach FIA-Reglement ausgelegte Sicherheitsausstattung. Dazu zählen unter anderem HANS-System-Kompatibilität, eine automatische Feuerlöschanlage, eine Abschleppeinrichtung, Druckbetankung mit Kraftstoffblase, Zentralverschluss für Räder, leichte Scheiben aus Polycarbonat und eine Sechspunkt-Gurtanlage. Die Monocoque-Seitenböden mit integrierten Carbon-Kühlwasser-Leitungselementen sind gleichzeitig als Seitencrashstrukturen sowie Strukturversteifung des Monocoques ausgeführt. Alle fahrerrelevanten Daten erblickt der Pilot auf einem Motorsport-Display. Für den optimalen Sitz lässt sich sowohl das Pedalwerk als auch die Beifahrer-Fußstütze um 150 Millimeter verschieben.

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Die so genannte X-Signatur des Bolide soll an die X-Rekordflugzeuge  der US-Luftwaffe erinnern. So z.B. an das Düsenflugzeug Bell X-1, mit dem Captain Charles „Chuck“ Yeager 1947 als erster Mensch mit Mach 1,06 die Schallmauer durchbrochen hat.

Ob der Bugatti Bolide in Serie geht, ist derzeit noch nicht entschieden.

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