News 05.12.2011

Chevrolet Captiva: Alpenfreund aus Amerika

Chevrolet Captiva: Alpenfreund aus Amerika
© Werk

Erste Schnupperrunden mit dem überarbeiteten Sport Utility Vehicle.

Selten stimmen Klischee und Wirklichkeit so gut überein. Der Chevrolet Captiva ist praktisch die perfekte Inszenierung der Sport Utility Vehicles, kurz SUV: Amerikanisch, wuchtig, muskelstrotzend, selbstbewusst. Mit hohem Nutzwert, attraktivem Preis und einer Effizienz, die von Ländern geprägt ist, wo Erdöl billiger als Wasser ist.

Mit der Überarbeitung bekam der Captiva ein markanteres Profil, das ihn noch stärker von europäischen Mitbewerbern unterscheidet.
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Vier Jahre nach seiner Markteinführung bekam der Captiva schärfere Konturen und verbesserte Kraftwerke.

Außen fällt die markantere Frontpartie auf, der größere Kühlergrill, die neuen Prismen-Scheinwerfer sowie in die Außenspiegel integrierte Blinker.

Unter der Motorhaube werken nun vier neue Motoren, zwei Benziner (2,4 l/ 167 PS und 3,0 l/258 PS) und zwei Diesel (2,2 l/163 und 184 PS) die mit einem manuellen 6-Gang-Schalter oder einer 6-Gang-Automatik kombiniert werden können. Produziert werden die Diesel in Korea, der kleine Benziner in China und der große Benziner in Australien. Laut Chevrolet liefern die neuen Motoren im Vergleich zu den Vorgängern um 14 bis 24 % mehr PS, der Verbrauch (CO2-Ausstoß) sank um 5 bis 14 %. Ein Start-Stopp-System ist beim Captiva derzeit "kein Thema".

Wie gewohnt kann der Captiva mit Front- oder mit elektronisch geregeltem Allradantrieb (Lamellenkupplung) bestellt werden. Dieser verteilt die Kraft automatisch bis zu 50:50 auf die Vorder- und Hinterräder. Das reicht für verschneite Feldwege, ein Geländeprofi ist er aber nicht. Serie sind sechs Airbags, Stabilitätskontrolle, Traktionskontrolle sowie Bremsassistent. Fronttriebler wie Allradler haben eine Bergab- und Berganfahrhilfe. Den Captiva gibt es mit fünf oder sieben Sitzen.

In Fahrt

Mit der Überarbeitung bekam der Captiva ein markanteres Profil, das ihn noch stärker von europäischen Mitbewerbern unterscheidet.
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In Zeiten steigender Spritpreise wirkt der Captiva an der Zapfsäule mit dem Basisdiesel (163 PS) und dem 6-Gang-Schaltgetriebe am attraktivsten. Das US-Fahrgefühl des Cruisens stellt sich auch damit ein. Das beginnt mit der mächtigen Lenksäule und geht über die breiten Sitze ohne Seitenhalt, die eher schwammig ausgelegte Lenkung bis zur für Europäer wenig beschleunigungsaffinen Getriebeabstufung.

Wer auf die Platin-Ehrennadel der OMV spitzt, ist mit der Topversion, dem V6-Benziner mit Automatik und Allrad gut beraten. Selbst bei moderater Überlandfahrt ermittelte der Bordrechner einen Verbrauch von 13 bis 14 Liter Benzin auf 100 km.

Mit der Überarbeitung bekam der Captiva ein markanteres Profil, das ihn noch stärker von europäischen Mitbewerbern unterscheidet.
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Sensible Nasen werden hingegen an den scharfen Ausdünstungen der Innenmaterialien leiden.

Der Captiva ist ab April in allen Varianten erhältlich. Aber 2011 steht noch weit mehr bevor. Vor 100 Jahren gründete der Exil-Schweizer Louis Chevrolet mit dem Amerikaner Billy Durant die Chevrolet Motor Car Company, die vor wenigen Jahren dank der Integration von Daewoo zur größten GM-Tochter und mit 4,27 Mio. Pkw Jahresproduktion zum viertgrößten Autohersteller der Welt aufstieg. Für die Kunden bringt 2011 sieben neue Chevrolet: Neben dem Captiva den Aveo, Orlando, Cruze Fünftürer, Camaro, die Corvette sowie den Volt.

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011