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02.08.2013

Citroën: Rundstrecke statt Rallye

Citroën wechselt die Bühne, bleibt aber dem Metier treu und steigt Anfang ’14 in die World Touring Car Championship (WTCC) ein.

Trotz des werksseitigen Ausstiegs aus der World Rallye Championship (WRC) bedeutet das aber nicht, dass sich der französische Hersteller aus dem Rallyegeschäft zurückzieht, weil mit Abu Dhabi der Generalsponsor an Bord bleiben wird und die Rallye-Aktivitäten dann auf mehr oder minder privater Basis fortgeführt werden.

Damit endet eine Ära mit geradezu sagenhaften Erfolgen, die in acht Rallye-WM-Hersteller- und neun Rallye-WM-Fahrertitel (durch Sébastien Loeb) gipfelten.

Fakten, Fakten

Mit Loeb bleibt der erfolgreichste Motorsportler der Geschichte an Bord. Zweitens: Die WTCC ist eine Meisterschaft auf hohem Niveau, genießt eine ausführliche Medienpräsenz ( Eurosport überträgt alle Rennen live), kostet mit 20 Millionen Euro nur die Hälfte eines WRC-Engagements und fährt auf ebenso vielversprechenden wie aufstrebenden Märkten wie Russland, Südamerika und China.

Schließlich drittens: 2014 tritt ein neues Reglement in Kraft, das die gegenwärtig ein bisschen bieder und brav aussehenden Autos ablöst. Kennzeichen der neuen Rennwagengeneration: Riesiger Frontspoiler, großer Heckflügel, 18-Zoll-Reifen. Citroën setzt eine Stufenhecklimousine namens C-Elysée ein, die von einem 1,6-Liter-Benziner-Turbo-Direkteinspritzer mit rund 380 PS angetrieben wird. Citroën muss den Motor nicht neu entwickeln, weil es sich um das gleiche Aggregat handelt, dass die Gallier bereits im DS3 in der Rallye-WM (WRC) verwenden.

Auch das spart eine Menge Kosten.