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05.12.2011

Citron DS 5: Angriff auf die Luxus-Liga

© Bild: Werk

Was die Ausweitung der DS-Linie nach oben für Citroën bedeutet, und wie der Neue in die Palette passt.

Der Ort war mit Bedacht gewählt. Dass Citroën-Boss Banzet den DS 5 ausgerechnet in Schanghai am Vorabend der dortigen Autoshow präsentierte, zeigt gleich doppelt, wohin die Franzosen in Hinkunft wollen.

Einerseits noch stärker ins Luxus-Segment als bisher (wo derzeit der C6 alleine die Stellung hält) und anderseits raus aus der starken Fixierung auf den Heimmarkt.

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Der polyglotte neue Chef der Marke, selbst ein Spross des Peugeot-Clans und damit wenig angreifbar von den beharrenden Kräften im PSA-Konzern und ihrem althergebrachten franko-zentriertem Weltbild, setzt auf Internationalisierung als Überlebensstrategie.

Neben der Hoffnung auf größere Erfolge in bisher eher schwachen europäischen Premium-Märkten wie Deutschland steht in der neuen Strategie China natürlich ganz oben auf der Liste. Und da auf dessem boomenden Markt Luxusautos ganz besonders gefragt sind, wollte man mit der Weltpremiere des DS 5 in Schanghai ein Zeichen setzen. Gleichzeitig war die Präsentation in einem eigens errichteten Pavillon direkt neben dem höchsten Wolkenkratzer der Stadt auch der Startschuss für die Einführung der gesamten DS-Linie in China. Vom DS 3 über den bei uns demnächst debütierenden DS 4 bis zum neuen DS 5 startet man die Reihe von Premium-Modellen mit dem chinesischen Partner Dongfeng gleich als eigene Marke ("DS by Citroën").

Das Auto selbst reiht sich mit einer Länge von 4,530 m zwischen dem C5 und der großen Limousine C6 ein, bietet aber mit einer Höhe von 1,508 m trotz der sportlich wirkenden Linie viel Platz im Passagierabteil und eine etwas erhöhte Sitzposition.

Innenraum

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Den Premium-Anspruch soll das gediegen ausstattbare Passagierabteil untermauern, in dem mit edelsten Materialien von Leder bis Holz nicht gegeizt wird. Als Anschauungsobjekt dient in Schanghai ein DS 5, in dessen Innenraum alles verarbeitet wurde, was man sich in Paris so vorstellen kann in Hinsicht individueller Luxusausstattung (und die französischen Handwerker zeigen den staunenden Chinesen auf dem Messe-Stand, wie das Leder für Lenkradkranz und Sitze verarbeitet wird).

Technisch untermauert man den Premium-Anspruch mit dem erstmaligen Einsatz des Diesel-Hybrid-Antriebes des Konzerns namens Hybrid4 in einem Citroën. Die Kombination eines 2,0-l-Dieselmotors (163 PS) mit einem die Hinterräder antreibenden E-Motor (37 PS) ergibt zusammen einen 200 PS starken Allradantrieb, der auf kurzen Strecken im Stadtverkehr auch rein elektrischen Vortrieb bietet und es so im Normverbrauchs-Zyklus auf 99 Gramm CO2/km bringt.

Das Premium-Abenteuer von Citroën, das mit dem DS 3 sehr erfolgreich begonnen hat, wird sich bei uns (nach dem Start des DS 4 Mitte Juni) Ende des Jahres in der Luxusklasse fortsetzen. Der DS 5 ist ab dann nicht nur als Hybrid4 zu haben, sondern auch mit konventionellem Antrieb. Zur Wahl stehen zwei Benziner (155 bzw. 200 PS) und zwei Diesel (110 bzw. 165 PS) sowie ein 6-Gang-Getriebe (bei den Top-Motorisierungen auch als Automatik).

Preislich darf man sich - je nach Ausstattung - auf einen mehr oder weniger deutlichen Premium-Aufschlag zum C5 einstellen.