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05/10/2012

Dacia Lodgy: Raum zu Ab-Hof-Preisen

Die rumänische Renault-Tochter erweitert das Modellprogramm um einen Van, der wahlweise mit fünf oder sieben Sitzplätzen angeboten wird. Die Preise werden der Konkurrenz arg zu denken geben.

von Ad Raufer

Dacia gibt’s auf dem heimischen Markt seit sechs Jahren. In diesem Zeitraum eroberte die zu Renault gehörende Billig-Marke einen Marktanteil von guten 1,5 Prozent, deutlich mehr als die Japaner und Koreaner damals in ihren jeweiligen Startphasen geschafft haben.

Die Marke boomt, der Aufwärtstrend ist ungebrochen: Der Kompakt-SUV Duster, die Schrägheck-Limousine Sandero und der Logan MCV, ein siebensitziger Maxi-Kombi, verkaufen sich wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Jetzt, genauer ab Mitte Juni, kommt eine vierte Modellreihe dazu: Der Lodgy, der Name leitet sich nach Angaben des Herstellers vom englischen Lodge ab und soll auf die großzügigen Raumverhältnisse hinweisen, ist ein Kompakt-Van auf Basis des MCV, der aufgrund der moderaten Preisgestaltung den Minivan-Markt von unten aufrollen will. Und wahrscheinlich auch wird.

Preis-Leistung

Die Philosophie dahinter: Weil das bestehende Angebot aus Dacia-Sicht für weite Teile der angepeilten Kundschaft unerschwinglich geworden ist, entscheiden sich viele potenzielle Interessenten zwangsläufig für ein kleineres Modell oder für einen Gebrauchtwagen. Genau diese Zielgruppe spricht der neue Dacia an: Käufer, denen Prestige wurscht ist, die einen eher rationalen Zugang zum Automobil haben und für die Preis-Leistung, Funktionalität und Robustheit wichtig sind.

Der schlicht gestylte 4,50-Meter-Van erfüllt die an ihn gestellten Erwartungen: Das Lodgy-Interieur ist Dacia-typisch schlicht, aber angesichts des Preises (los geht’s bei sensationellen € 9990,–, da sind sogar ESP, Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbags dabei) gehen Qualität der verwendeten Materialien und Verarbeitung in Ordnung. Natürlich fallen die Türen nicht so satt ins Schloss wie beispielsweise die eines VW Touran, das Raumangebot aber passt: Vorn und in der zweiten Reihe genießen die Passagiere reichlich Kopf- und Kniefreiheit, dank es üppigen Radstands von 2,81 Meter ist das Platzangebot schwer in Ordnung. Auch in der dritten Reihe (€ 500,–) lässt sich’s aushalten, weil die Sitze 6 und 7 nicht nur für Kinder taugen.

Bei sieben Sitzplätzen offeriert der in Tanger/Marokko gebaute Lodgy ein Ladevolumen von (bauartbedingten) kümmerlichen 207 Liter, befinden sich fünf Personen an Bord, stehen reise- und familientaugliche 827 Liter bereit. Wird der Van als reiner Frachter verwendet, fasst der Lodgy sogar 2617 Liter.

Die Motorenpalette decken ein Benziner und zwei Diesel ab. Der 1,6-Liter-Otto mobilisiert 82 PS, die 1,5-Liter-dCi-Diesel – beides aufgeladene Direkteinspritzer – bringen’s auf wahlweise 90 oder 107 PS.

Weil Vans hauptsächlich mit Dieselmotoren gekauft werden, ist davon auszugehen, dass auch der Lodgy mehrheitlich mit Selbstzünder-Aggregaten ausgeliefert werden wird. Für flottes Mitschwimmen im Verkehr reicht schon die 90-PS-Version, weil das Drehmoment von 200 Newtonmeter schon bei 1750 Umdrehungen wirksam wird. Dermaßen motorisiert, klettert der Preis auf € 13.580,– für die Ausstattungslinie Ambiance.

Entscheidet sich der Lodgy-Käufer für die Top-Version Laureate, sind € 14.680,– fällig. Einigermaßen weit weg vom Basispreis, aber immer noch ein Sonderangebot, zumal sich Annehmlichkeiten wie Zentralverriegelung, Fensterheber, Klimaanlage, Colorverglasung, Bordcomputer und Isofix-Kindersitzbefestigung serienmäßig an Bord befinden.

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