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08/23/2022

E-Ladestationen werden teurer - wo und wie viel demnächst die Preise steigen

E-Autofahrer müssen ab September mancherorts mehr für eine Ladung zahlen. Wo die Preise steigen und wo sie gleichbleiben.

von Andrea Hlinka

Wer ein Elektroauto fährt, muss sich meist mit der Ladestation begnügen, die in der Nähe verfügbar ist. In Wien werden die meisten Ladepunkte von Wien Energie betrieben und wer dort lädt, muss sich ab 1. September auf deutlich höhere Preise einstellen. Kostete bisher eine Minute an einem 11 kW Ladepunkt der Wien Energie in der Stadt im "Tanke Start"-Tarif (ohne Grundgebühr) 0,048 Euro, sind es nun 0,075 Euro pro Minute. Für vier Stunden Laden ergaben sich bisher also 11,52 Euro, nun sind es 18 Euro. Das ist eine Steigerung von 56 Prozent. 

An einer DC-Ladestationen mit einer Ladeleistung von 50 kW zahlte man bisher 0,250 Euro pro Minute, in Zukunft sind es 0,388 Euro pro Minute. Für eine Stunde Anstecken kann man demnach mit 23,28 Euro rechnen, statt mit bisher 15 Euro - das ist eine Steigerung von 55 Prozent.

EVN

Die Preise erhöht hat kürzlich auch die EVN: Seit 1. August zahlt man dort statt 0,065 Euro pro Minute nun 0,083 Euro bei einer Ladestelle, die maximal 11 kW liefert.  Auf vier Stunden gerechnet bedeutet das Kosten in Höhe von rund 20 Euro, statt wie bisher 15,6 Euro – eine Steigerung von 28 Prozent. Wer mit bis zu 60 kW laden möchte, muss nun statt 0,300 Euro pro Minute, 0,390 Euro berappen. Pro Stunde ist somit mit 23,4 Euro und nicht wie bisher mit 18 Euro zu rechnen. Das ist ebenso ein Anstieg von rund 28 Prozent. 

Andere Anbieter warten mit Erhöhungen noch zu

Smatrics 

Smatrics ist bestrebt die Preise so lange wie möglich auf Status Quo zu halten. Jedoch sei eine mittelfristige Erhöhung aufgrund der hohen Beschaffungspreise nicht auszuschließen, meldet das Unternehmen auf KURIER-Nachfrage. Wer bei Smatrics im Single.Plus Net (ohne Bindung und ohne Grundgebühr) lädt, zahlt bei einem 11 kW Ladepunkt 0,06 Euro pro Minute. Bei vier Stunden muss man also mit 14,4 Euro rechnen. An einem Ladepunkt mit einer Ladeleistung von max. 50 kW sind in diesem Tarif 0,45 Euro pro Minute angegeben. Bei einer Stunde werden demnach 27 Euro verrechnet. 

Energie AG

Bei der Energie AG wird die Situation aktuell evaluiert. "Ob und wann eine Anpassung kommt, können wir heute allerdings noch nicht sagen", heißt es am Dienstag von Seiten des Unternehmens. 0,032 Euro pro Minute werden hier an einem AC-Ladepunkt mit 11 kW verrechnet, das sind bei vier Stunden rund 7,68 Euro. An einem DC-Ladepunkt mit 50 kW Leistung ist mit 0,332 Euro pro Minute zu rechnen. Für eine Stunde sind es also rund 20 Euro. 
 
Linz AG

Die Linz AG plant aktuell keine Erhöhungen. Wer mit einer Linz AG Ladekarte bei einem Ladepunkt mit 11 kW lädt, zahlt 0,052 Euro pro Minute. Auf vier Stunden gerechnet ergeben sich somit 12,48 Euro. Eine Stunde mit 50 kW Ladeleistung kostet 18 Euro. 
 
ÖAMTC 
 
Der ÖAMTC hat die Preise bereits im April angehoben. Wer im ÖAMTC ePower Ladenetz lädt, zahlt allerdings nach tatsächlich geladener Strommenge – unabhängig davon, wie lange geladen wird. "Um gleichzeitig eine flächendeckende Ladeinfrastruktur zu schaffen, werden auch Roaming-Partner mit Zeittarif angeboten, an deren Ladestationen ebenfalls mit der ÖAMTC ePower App bzw. Ladekarte geladen werden kann", erklärt das Unternehmen. An einem AC-Ladepunkt bis 22 kW werden 0,38 Euro pro kWh verrechnet. Bei einem DC-Ladepunkt mit bis zu 75 kW werden 0,48 Euro pro kWh verrechnet. 
 
Burgenland Energie 
 
Bei Ladestellen der Burgenland Energie wird es aktuell zu keinen Preisanpassungen kommen, wird seitens des Unternehmens erklärt. Jedoch wurden die Preis bereits Anfang des Jahres erhöht. Im Tarif "Tanke" werden pro Minute bei einer Ladeleistung von max. 11 kW 0,084 Euro verrechnet (wer sich registriert zahlt 0,028 Euro pro Minute). Auf vier Stunden ergeben sich demnach rund 20 Euro (mit Registrierung: 6,72 Euro). An einem DC Ladepunkt mit max. 50 kW Ladeleistung werden 0,383 Euro pro Minute angegeben. Bei einer Stunde Ladedauer ist mit rund 23 Euro zu rechnen. 
 

Tarife Dschungel 

Dass die Preise der Anbieter für die Konsumentinnen und Konsumenten nur schwer zu vergleichen sind, hat kürzlich die Arbeiterkammer bemängelt. In einer Analyse wurden 28 Tarife von 16 Anbietern untersucht: Es zeigte sich, dass große Preisunterschiede bestehen. Jedoch sei das Laden von Elektrofahrzeugen trotz des Anstiegs der Strompreise immer noch deutlich günstiger als das Tanken von Benzin oder Diesel.  

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