© Michael Andrusio

Technik
01/15/2016

Das Mehr an Technik sorgt für höhere Fehleranfälligkeit

Höchste Rückrufraten bei japanischen Herstellern. Deutsche Autos gelten als zuverlässiger.

Was viele schon die längste Zeit vermutet haben, wird nun durch eine entsprechende Studie belegt: Die technisch immer anspruchsvollere Ausstattung von Autos macht sie einer Studie zufolge auch anfälliger für Fehler.

Allein in den USA wurden im vergangenen Jahr 45,8 Millionen Autos wegen Sicherheitsproblemen in die Werkstätten zurückgerufen, wie eine am Freitag veröffentlichte Studie des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach zeigt. Damit seien zweieinhalb Mal mehr Fahrzeuge von Rückrufen betroffen, als im gleichen Zeitraum im US-Markt verkauft wurden.

Die Autos seien zwar grundsätzlich sicherer geworden. „Allerdings führte die technische Komplexität auch zu einem Anstieg der Fehlerhäufigkeit“, heißt es in der Studie.
Die höchsten Rückrufquoten hätten die japanischen Hersteller Mitsubishi, Mazda und Honda. „Honda leidet besonders unter dem Airbagdesaster des Zulieferers Takata“, heißt es in der Studie. Das Untrernehmen habe deshalb mehr als 10 Millionen Autos in die Werkstätten beordern müssen.

Auch die Rückrufe von Mitsubishi betrafen zu zwei Dritteln Airbagdefekte. Die Fiat-Tochter Chrysler musste 1,4 Millionen Fahrzeuge zurückrufen, um sie vor Hacker-Angriffen zu schützen. Die deutschen Hersteller hatten dagegen deutlich weniger Probleme.