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05.12.2011

Dem Händler geben oder privat verkaufen?

© Bild: APA

Altfahrzeug. Je älter der Pkw und je billiger, desto eher lohnt sich Eigeninitiative.

Die Antwort des Verkaufschefs eines Marken-Autobetriebes in Teesdorf kam wie aus der Pistole geschossen: "Bis 10.000 Euro selbst verkaufen, ab 10.000 Euro zum Händler damit." Er hatte eben einen Kaufvertrag für einen Neuwagen abgeschlossen - und die Frage nach dem Altfahrzeug war unweigerlich aufgetaucht.
Die Faustregel ist nicht unrichtig, es kommen aber zwei Überlegungen dazu. Je älter und daher billiger ein Gebrauchtwagen ist, desto leichter (und schneller) wird man ihn privat zu einem vernünftigen Preis verkaufen können. Und auch die Frage, ob es ein beliebtes und gängiges Modell ist, entscheidet über die notwendigen Anstrengungen. Denn das ist der zweite Punkt: Will ich mir Dutzende Telefonate, diverse Terminvereinbarungen für Besichtigungen und Probefahrten und das unvermeidliche Feilschen wirklich antun? Den Aufwand sollte man nicht unterschätzen.

Garantie Beim Kauf von privat sind Gewährleistung oder Garantie im Regelfall ausgeschlossen. Ein Händler muss dagegen eine zumindest einjährige Gewährleistung geben. Bei Marken-Händlerverbünden wird oft noch eine Gebrauchtwagengarantie angeboten. Sie verteuert natürlich den Kaufpreis. Aber sie inkludiert meist die Kosten für Arbeitszeit bei Reparaturen. Achtung: Umgekehrt ist meist ab 100.000 km ein Selbstbehalt bei den Teilekosten (bis zu 60 %) vorgesehen.

Was man beim Privatkauf immer machen sollte: Einen Ankaufstest bei ÖAMTC oder ARBÖ verlangen. Wird das vom Verkäufer verweigert, dann wird es gute Gründe dafür geben. In beiden Klubs muss man für einen Test Mitglied sein, Beim ARBÖ kostet er 66 Euro, beim ÖAMTC je nach Bundesland zwischen 55 und 60 Euro. Der ÖAMTC hat festgestellt, dass wegen beim Test festgestellter Mängel der Kaufpreis um durchschnittlich 500 Euro sinkt. Beide Klubs geben zudem eine Preisermittlung bei Eurotax dazu.

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