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Historie
01/31/2014

Der erste „Porsche” der Welt

Anlässlich des Jubiläums 5 Jahre Porsche Museum zeigt man in Stuttgart den Egger-Lohner-Elektromobil Modell C.2 Phaeton.

von Michael Andrusio

Hinter dem sperrigen Namen Egger-Lohner-Elektromobil C.2. Phaeton verbirgt sich in Wirklich der erste Porsche, an dem Ferdinand Porsche mitarbeitete. Porsche war Anfang der 1890er Jahre bei der Elektrofirma Bela Egger & Co. in Wien beschäftigt. Für die Fa. Lohner, zu der er danach wechselte, konstruierte er 1898 ein Elektroauto.

Der Elektroantrieb war sein Spezialgebiet, für die Fa. Lohner baute er bald darauf den Lohner-Porsche mit Elektro-Radnabenmotor – so wie seine Konstruktionen überhaupt ihrer Zeit weit voraus waren. Das konnte auch der „P1”, wie er bei Porsche heißt, alsbald unter Beweis stellen. Am 26. Juni 1898 rollte das Elektroauto mit einer Lohner-Wechselkarosserie – eine für den Sommer, eine für den Winter – erstmals über die (noch ziemlich autofreien) Straßen Wiens. 1899 trat man dann im Rahmen der Berliner Internationalen Motorwagen-Austellung zu einer „Preiswettfahrt für Elektromobile“ über 40 km an, die man ganz überlegen gewinnen konnte: Ferdinand Porsche und sein „P1“ beendeten das Rennen mit drei Passagieren an Bord mit 18 Minuten Vorsprung als Erster. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hatten das Ziel aufgrund von technischen Problemen nicht erreicht. Auch in der Wirtschaftlichkeitswertung siegte Ferdinand Porsche, denn sein „P1“ hatte im Stadtverkehr den geringsten Energiebedarf.

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Die Leistung des sehr kompakten und 130 kg schweren Elektromotors betrug 3 PS. Kurzfristig waren durch „Überlastung” sogar bis zu 5 PS möglich, womit der P1 bis zu 35 km/h erreichte. Die Fahrgeschwindigkeit konnte dabei mittels eines „Controller“ genannten Reglers in 12 Stufen gewählt werden. Die Gesamtreichweite des Fahrzeuges betrug schon damals 80 Kilometer.

Nachdem das Fahrzeug im unrestaurierten Zustand wieder aufgetaucht ist, kann es nunmehr im Porsche-Museum in Stuttgart besichtigt werden.

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