Audi A5 2016

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Fahrbericht
07/05/2016

Neuer Audi A5: Ästhetik, subtil weiterentwickelt

Athletisch, sportlich-elegantes Coupé mit Front- oder Allradantrieb.

von Ad Raufer

Neun Jahre sind für ein Auto eine ungewöhnlich lange Laufzeit. In diesem Zeitraum gibt’s normalerweise mindestens zwei Facelifts, gern auch Mopf (Modellpflege) genannt – mit den üblichen Detailänderungen, die aber wegen ihrer Marginalität meistens eh nur ausgewiesenen Autokennern auffallen.

Beim A5, dem Schwestermodell der Baureihe A4, ist das anders. 2007 auf den Markt gekommen, ist das Fahrzeug in all den Jahren nicht nennenswert gealtert – im Gegenteil: Die puristische Ästhetik hat auch nach fast zehnjähriger Bauzeit nichts an Reiz verloren. In Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, Automobile über technische Differenzierungen zu positionieren, ist gutes Design also völlig zu Recht ein ständig wichtiger werdender Kaufgrund.

Emotionales Design

Das neue A5 Coupé zeigt sich frisch, modern und geschärft. Gleichzeitig bleibt es seinen Genen treu und führt den sportlich-eleganten Charakter auch in der neuen Version fort.

Und so sind die Design-Änderungen auffällig, aber von durchaus subtiler Natur. Dazu zählen ein breiterer, zugleich flacherer Kühlergrill, schmäler geschnittene Scheinwerfer, die Motorhaube mit Lichtkanten und eine scharfe, wellenförmige Schulterlinie. Am Heck fallen nun schlankere LED-Rücklichter auf, der Kofferraumdeckel endet in einer markanten Abrisskante. Je nach Motorisierung verläuft die Auspuffanlage ein- oder zweiflutig: Sie endet bei den Diesel in einem Doppelrohr (links) oder zwei separaten Endrohren bei den Benzinern.

Im Cockpit fallen die streng horizontal orientierte Architektur mit durchgehendem Luftdüsenband, elektrische Gurtbringer und der feststehende 8,3-Zoll-Bildschirm auf. Und, klar: Die perfekte Verarbeitung sowie der Einsatz von stets sicht- und immer fühlbaren hochwertigen Materialien.

Der um knapp fünf Zentimeter auf 4,67 Meter gewachsene A5 verfügt über einen um 13 Millimeter auf jetzt 2,76 Meter vergrößerten Radstand – das bedeutet ein gutes Raumangebot mit üppiger Kniefreiheit für die hinten mitreisenden Passagiere. Dass der Zustieg in die zweite Reihe einigermaßen mühsam ist und ein hohes Maß an Gelenkigkeit erfordert, ist einem zweitürigen Coupé nicht wirklich anzulasten.

Das Motorenangebot umfasst ab Marktstart – bei uns übrigens erst im November – einen 2,0-TFSI-Benziner (252 PS) und zwei TDI-Diesel mit 190 PS (2,0) und 218 PS (3,0).

Später nachgereicht werden der Basis-Zweiliter-Benziner mit 190 PS sowie der 286 PS starke 3,0-Top-Diesel. Als Topmodell fungiert das S5-Coupé, das von einem 3,0-Liter-6-Zylinder mit 354 PS befeuert wird.

Die vom Motor-KURIER probierten Versionen überzeugen – egal, ob Diesel oder Benziner – mit hohen Leistungsreserven und überaus dezenter Geräuschentwicklung.

Das A5-Coupé, dem in der zweiten Hälfte 2017 auch ein Cabrio, der fünftürige Sportback sowie das RS zur Seite gestellt wird, ist mit Front- und Allradantrieb zu haben. Ergänzend dazu gibt’s auch eine 4WD-Variante mit der Bezeichnung Ultra, bei der die Hinterachse abgekoppelt wird, sobald das System erkennt, dass vier angetriebene Räder nicht wirklich notwendig sind. Preise stehen aktuell noch keine fest.