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16.09.2017

Der neue Mini Countryman als Plug-in-Hybrid im Test

Mini bietet den Countryman nun auch als Plug-in-Hybrid an. 224 PS, Allradantrieb und ein Preis, der gar nicht so abschreckt.

Das volle Programm gibt’s ab 2019. Dann wird Mini das reinrassige Elektroauto auf den Markt bringen. Bis dahin hat man einen Plug-in-Hybrid im Angebot – in Form des Cooper S E Countryman. Dass man für die Elektrifizierung den Countryman ausgesucht hat, kommt nicht von ungefähr, hat doch das SUV unter den Minis das üppigste Platzangebot für die zusätzliche Technik.

Trotzdem musste noch hier und da Platz eingespart werden. So schrumpft das Laderaumvolumen im Kofferraum von 450 Liter im normalen Countryman auf 405 Liter. Und auch der Benzintank musste von 51 Liter auf 36 Liter verkleinert werden.

Klar, gilt es hier eine Lithium-Ionen-Batterie und einen Elektromotor unterzubringen. Beim Hybrid-Mini werden ein Dreizylinder-Benziner mit 136 PS und ein Elektromotor mit 65 kW kombiniert. Das macht in Summe eine Systemleistung von 224 PS. Das klingt nach viel, ist es auch – aber ein Sportwagenfeeling (wie z. B. im John Cooper Works) kommt nicht auf, hat doch der Countryman ein Gewicht von 1700 kg. Faszinierend ist aber das Zusammenspiel von Elektroantrieb und Verbrennungsmotor. Je nach Bedarf rollt man elektrisch oder fährt mit dem Dreizylinder oder es arbeiten beide zusammen, um den vollen Schub zu generieren. Wenn man wissen will, was sich gerade tut, gibt der Bildschirm Auskunft.

Lob verdient auch die Leistungsentfaltung, die dank dem Zusammenspiel der beiden Motoren sehr harmonisch erfolgt, das vermittelt ein souveränes Fahrgefühl. Und auch die Akustik bleibt dezent, sogar wenn der kleine Dreizylinder voll ans Werk geht.

Elektrisch unterwegs

Noch leiser wird’s natürlich, wenn man die Möglichkeit nutzt, den Countryman rein elektrisch zu fahren. Mini gibt eine maximale E-Reichweite von 42 Kilometern an, in der Realität sind es eher zwischen 25 und 30. Wer mag, kann auch bis zu 125 km/h elektrisch fahren – dann sinkt die Reichweite natürlich entsprechend noch schneller. Sinnvoller ist es, sich die Stromvorräte aufzusparen, um dann beispielsweise in der City elektrisch fahren zu können. Die elektrischen Funktionen werden über Kippschalter an der Mittelkonsole gesteuert.

Geschaltet wird mittels 6-Gang-Automatik. Im Cooper S E Countryman fährt man übrigens auch mit Allradantrieb. Der Verbrenner gibt seine Kraft dabei an die Vorderräder ab, der Elektromotor treibt die Hinterräder an.

Der Stecker fürs Aufladen ist vor der Fahrertür angebracht, das Aufladen dauert je nach Ladestation zwischen 2 Stunden 15 an der Wallbox (mit 3,6 kW) oder 3 Stunden 15 (wenn es die normale Haushaltssteckdose ist). Der Benzinverbrauch hängt natürlich davon ab, wie intensiv man das Stromangebot nutzt. Der Normverbrauch von 2,1 Liter ist illusorisch, mit durchschnittlichem Autobahnanteil kommt man auf rund 6 Liter.

Der (Basis-)Preis von € 36.950,– schreckt eigentlich nicht – dank 0 % NoVA.

Mini Cooper S E Countryman All4

Antrieb: Vollhybrid-Antrieb mit Dreizylinder-Benzinmotor und Elektro-Synchronmotor; Benziner: 136/100 PS/kW E-Motor: 88/65 PS/kW Gesamtleistung: 224/165 PS/kWmaximales Drehmoment: 385 Nm; Allradantrieb mit Benziner auf Vorderräder, E-Motor auf Hinterräder wirkend.

6-Gang-Automatik.

0–100 km/h in 6,8 sec., Spitze 198 km/h, EU6.

Fahrwerk: Selbsttragende Karosserie, vorne Eingelenk- McPherson-Federbein-Achse mit Alu-Schwenklager und Bremsnickausgleich, hinten Multilenkerachse mit Längslenkern, vorne und hinten Scheibenbremsen (v. innenbelüftet), elektrisch unterstützte Zahnstangenlenkung, ABS, Stabilitätscontrol (DSC), Electronic Differential Lock (EDLC).

Maße (LxBxH):4299 x 1822 x 1559 mm Wendekreis: 11,4 m Radstand: 2670 mm

Kofferraumvolumen: 405 l Gewicht: 1735 kg Gesamtgewicht: 2270 kg Tankinhalt: 36 l

Normverbrauch: Gesamtsystem 2,1 l/100 km 49 g/km CO²

Testverbrauch: Hybridmodus/E-Modus 6 l/100 km

E-Reichweite: 25 –30 km

Preis:36.950 €/Preis Testwagen:52.934 €

Motorbezogene Versicherungssteuer:570,24 €