News 13.04.2016

Der neue Toyota RAV4 Hybrid im Test

Der neue Toyota RAV4 Hybrid im Test
© /Schubert Daniel

Die neue Hybridversion des kompakten SUV fährt auch elektrisch. Aber nicht besonders weit.

Der Toyota RAV4 erhält die hauseigene Hybridtechnologie und wird damit das erste Hybrid-SUV des Hauses.

Der alternative Antrieb ist am blauen Logo von seinen Diesel- und Benzinartgenossen zu unterscheiden. Im Innenraum hat sich Toyota – wie auch schon bei anderen Modellen – in Bezug auf Qualität und Haptik der Materialien sowie Geräuschdämmung deutlich verbessert. Das Platzangebot ist auf Klassenniveau, der Sitzkomfort tadellos, die Bedienung sämtlicher Funktionen geht leicht von der Hand. Aus einer Unzahl an verfügbaren Assistenzsystemen ragt das 360°-Kamerapaket heraus, welches beim Einparken eine Ansicht aus der Vogelperspektive darstellt. Wirklich praktisch – nur leider waren diverse Kameras aufgrund des miesen Wetters während des Tests fast immer dreckig. Eifriges Putzen ist also angesagt.

toyota rav 4 hybrid…
© /Schubert Daniel

Der Hybridantrieb zeigte sich im Test erwartet unauffällig. Alles funktioniert wie bei den anderen Hybridmodellen von Toyota – mit einem Unterschied: Die Schaltkulisse des stufenlosen CVT-Getriebes verfügt nicht über den futuristischen kleinen blauen Knubbelschalter, sondern über eine konventionelle Schaltgasse mit einem normal großen Schalthebel. Der 2,5-l-Benziner hält sich brav im Hintergrund – solange man nicht die volle Leistung abruft.

toyota rav4 hybrid…
© /Schubert Daniel

Das Aufheulen beim Überholen und Bergauffahren ist ebenso unverändert wie die Möglichkeit, im Stadtverkehr bis knapp 50 km/h ein kleines Stückerl – bis maximal einem Kilometer auch rein elektrisch zu fahren.

Kräftiger Antrieb

197 PS Systemleistung bietet das Hybrid-SUV und ist damit der stärkste RAV4 aller Zeiten. An Schmalz fehlt es ihm also nicht. Der Testverbrauch von 8,0 Liter ist aber problemlos auch unter diese Marke zu drücken. Die 4WD-Version hat einen zusätzlichen Elektromotor an der Hinterachse, der ganz ohne Kardanwelle stets für gute Traktion sorgt. In diesem Fall dürfen Anhängelasten bis 1650 kg gezogen werden. Das Hybridmodell kostet ab € 33.790,–. In der getesteten Topausstattung Lounge mit VIP-Paket (Ledersitze, 18-Zoll-Felgen, schlüsselloser Zugang, Einparksensoren vorne und hinten, elektrische Heckklappe) kam der Testwagen jedoch auf € 43.993,–.

Antrieb: 4-Zylinder-Benzin, 2494 , 155 PS/114 kW, Drehm. 206 Nm bei 4400U/min; E-Motoren: Vorn/hinten 33 PS/16 PS;

Systemleistung: 197 PS/145 kW

Betriebsspannung: 650 V

Allradantrieb, stufenlose Automatik; Euro 6.

Fahrwerk: Selbst tragende Karosserie, Einzelradaufhängung, vorn McPherson-Federbeine, Dreieckquerlenker, hinten Mehrlenkerachse, Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Stabilisatoren, Scheibenbremsen (vorn innen belüftet), ABS, elektronisches Stabilitätsprogramm ( ESP).

Maße (L x B x H): 4605 x 1845 x 1675 mm

Wendekreis: 12,0 m

Radstand: 2660 mm

Böschungswinkel: vorn 19 Grad/hinten 22 Grad

Rampenwinkel: 16 Grad Wattiefe: 500 mm

Bodenfreiheit: 177 mm Gewicht: 1690 kg

Gesamtgewicht/Kofferraum: 2270 kg/501–1633 l Anhängelast:gebremst/ungebremst 1650 kg/750 kg

Tankinhalt: 56 l

Steigfähikeit: 22 Grad

Bremsweg kalt: 35,6 m

Bremsweg warm: 34,9 m

Normverbr.: 5,1 l/100 km 118 g/km CO²Preis: 33.790 €

Testverbr.: 8,0 l/100 km

Preis: 33.790 €

Preis Testwagen: 43.933 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 685,44 €

(Kurier) Erstellt am 13.04.2016