Opel Karl

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Test
01/07/2016

Der Opel Karl im Test

Was kann das neue kleine Auto von Opel mit dem (für Autos) eher ungewöhnlichen Namen?

von Michael Andrusio

Am Steuer von kleinen Einsteigermodellen denkt sich der Autotester nicht selten "Braucht es denn eigentlich mehr?". Das ist auch beim Opel Karl der Fall.

So klein und aufs Wesentliche beschränkt der Karl auf den ersten Blick auch wirken mag, so vollwertig erweist er sich im täglichen Betrieb. Aber beginnen wir mit dem Merkmal, das den kleinen Opel irgendwie anders sein lässt – mit dem Namen. Dass Opel diesbezüglich nicht scheu ist und auf "Kunstnamen" auch gern einmal verzichtet, zeigte schon das Beispiel Adam. Und wie der Adam einen Bezug zur Firmenhistorie herstellt, so tut dies auch der Karl. Karl Opel war ein Sohn von Firmengründer Adam Opel. Fertig.

Vom deutsch klingenden Namen darf man sich aber nicht in die Irre leiten lassen. Gebaut wird der Karl in einem GM-Werk in Südkorea (weil er baugleich ist mit dem Chevrolet Spark – aber das führt jetzt zu weit in die Verwandtschaftsverhältnisse in der Autobranche).

Ist das für den Kunden relevant? Nicht wirklich, zumal es an der Verarbeitungsqualität nichts auszusetzen gibt, und auch die Wahl der Materialien ist durchaus okay. Nicht vergessen, wir reden hier von einem Auto, das in seiner billigsten Fasson unter 10.000 Euro kostet. Innen schaut der Karl nach Opel aus, vorne noch mehr – heckseitig weniger (da kommt klar der Koreaner durch).

Platzangebot

Die größte Überraschung bietet der Karl aber im Kapitel Platzangebot. Nicht nur vorne sitzt man bequem, sondern auch hinten findet man erstaunlich viel Platz (für ein Auto von so einer zwergenhaften Statur). Und weil es den Karl von vornherein nur mit fünf Türen gibt, kann man auch kommod zu den hinteren Sitzen gelangen. Keine Wunderdinge darf man sich beim Kofferraumvolumen erwarten – aber es entspricht dem Klassenstandard. Und das ist schon okay.

So wenig Wahlmöglichkeit man bei der Karosserie hat, so alternativlos ist auch die Motorisierung. Ein 1-Liter-Motörchen mit 3 Zylindern und 75 PS wird eingebaut. Tatsächlich hat der Motor mit den knapp 900 kg Lebendgewicht nicht viel Mühe und somit gibt’s Fahrleistungen, mit denen es sich gut leben lässt. Auch dass deren Zylinder nur drei die Arbeit verrichten, ist nicht wirklich ein Thema. Man hört es zwar, dass hier kein Vierzylinder verbaut wurde, aber die Akustik ist voll vertretbar. Solange man den kleinen 1-l-Benziner nicht zu hoch dreht.

In der Cosmo-Ausstattung sind eigentlich alle Annehmlichkeiten dabei. Besonders erwähnt sei das Kapitel Lenkung – denn zum einen kann man den Lenkwiderstand in zwei Stufen einstellen (City-Mode fürs leichte Kurbeln in der Stadt) und zum anderen lässt sich das Volant beheizen (im Winterpaket auch inkl.Sitzheizung).

Der Karl kostet als Cosmo ab € 12.840,–.

Opel Karl Cosmo

Antrieb: 3 Zylinder-Benziner, 4 Ventile/Zylinder, 2 obenliegende Nockenwellen, Alu-Zylinderkopf und -block, Benzindirekteinspritzung; Hubraum: 999 cm³PS/kW: 75/55maximales Drehmoment: 96 Nm bei 4500/minFrontantrieb, 5-Gang-Schaltgetriebe, EU 6;

0–100 km/h in 13,9 Sekunden, Spitze 170 km/h.

Fahrwerk: Selbsttragende Karosserie, vorne Federbeine, Dreieckquerlenker, hinten Verbundlenkerachse, v./h. Schraubenfedern, vorne Scheibenbremsen (innenbelüftet), hinten Trommelbremsen, ABS, Bremsassistent, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung mit City-Modus, Elektronisches Stabilitätsprogramm ESP, Traktionskontrolle (abschaltbar), Berg-Anfahr-Assistent.

Maße (LxBxH):3675 x 1604 x 1476 mm Wendekreis: 9,8 m Radstand: 2385 mm Kofferraum: 205–1015 l Zuladung: 414 kg Gesamtgewicht: 1353 kg Tankinhalt: 32 Liter

Normverbrauch: 4,5l/100 km 104 g/km CO²

Testverbrauch: 6,5 l/100km

Preis: 12.840 €

Preis Testwagen: 14.670 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 231,73 €

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