News 10/19/2017

VW T-Roc: Der Volkswagen unter den Kompakt-SUV

VW T-Roc: Der Volkswagen unter den Kompakt-SUV
© WERK

Erste Kilometer mit dem Spätankömmling im boomenden Marktsegment.

Dass er zu früh dran wäre, kann man ihm nicht nachsagen. Während fast alle anderen Hersteller ihren Beitrag zum Thema Kompakt-SUV bereits seit Längerem auf dem Markt haben, kommt VW mit dem T-Roc erst jetzt dort an. Ob der das Zeug dazu hat, diesen Rückstand wettzumachen, sollten erste Testfahrten mit zwei Varianten des Kompakt-SUV in Golf-Größe zeigen.

Der basiert wie der Tiguan auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des Konzerns, ist aber mit 4234 mm Länge um 252 mm kürzer. Obwohl er optisch auf SUV macht und auch mit Allradantrieb zu haben ist, hat er die gleiche Bodenfreiheit wie der Golf, gibt also nicht den Möchtegern-Geländewagen. Seine Stärken zeigt er in nützlichen Details wie dem großen Kofferraum (445 l–1290 l) und komfortablen Platzverhältnissen (samt ausreichend Kopffreiheit) im Fond.

Die angestrebte Verjüngung der Kundschaft für die Marke bringt nicht nur eine buntere Vielfalt an Farbkombinationen mit sich, sondern zieht sich auch ins Cockpit. Dort herrscht zwar die bekannte, mit qualitativ hochwertiger Verarbeitung untermauerte Funktionalität, den Designern ist es aber dennoch gelungen, etwas mehr optischen Pep hineinzubringen. Auf Wunsch lassen sich die Rundarmaturen hinter dem Lenkrad durch einen Bildschirm ersetzen, auf dem eine Breitbild-Darstellung der Navigations-Graphik möglich wird. Zusätzlich sammelt auf der Mittelkonsole ein (je nach Ausstattung) 6 oder 8-Zoll großer Monitor Fingertapper zwecks Befehlsübermittlung an den Bordcomputer. Selbstredend ist auch eine Ladeschale fürs induktive Laden des Smartphones zu haben, das über die gängigen Möglichkeiten mit dem Bordsystem vernetzt werden kann.

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Viele Assistenten

Serienmäßig ist der T-Roc mit zahlreichen Fahrer-Assistenzsystemen ausgerüstet (u.a. Multikollisionsbremse, Fußgängererkennung mit City-Notbremsfunktion, aktiver Spurhalte-Assistent). Gegen Aufpreis ist alles zu haben, was derzeit Stand der Technik ist (bis zum Stauassistenten, der bis Tempo 60 weitgehend selbsttätig die Kolonnenfahrt managt).

Im Fahrbetrieb kann der T-Roc aber erst richtig zeigen, aus welchem Stall er stammt. Vom Fahrverhalten her macht ihm in dieser Klasse keiner was vor. Unerschütterlicher Geradeauslauf, neutral in Kurven, straff und komfortabel abgestimmt, vermittelt er dem Piloten vom ersten Kilometer an volles Vertrauen in die Fähigkeiten der Technik. Unterstützt wird das sportliche Fahrgefühl von der präzisen Lenkung mit progressivem Übersetzungsverhältnis. Wenn auch in den für die erste Ausfahrt verfügbaren beiden Varianten (190-PS-Benziner, 150-PS-Diesel) unterschiedlich abgestimmt, vermittelt sie in jeder Fahrsituation vollen Fahrbahnkontakt.

Der Allrad-Antrieb (erst ab 150 PS zu haben) bietet die Vorauswahl verschiedener Fahrprofile (Straße, Schnee, Offroad). Bei den Modellen mit Frontantrieb sind gegen Aufpreis auch verschiedene Fahr-Modi abrufbar.

Der VW T-Roc soll bei uns noch im Dezember starten. Die Motorenpalette (115 bis 190 PS) umfasst drei Benziner und drei Diesel, getriebeseitig sind ein 7-Gang-DSG und ein manuelles 6-Gang-Getriebe zu haben. Der Einstiegspreis für das Basismodell mit 115-PS-Motor und Frontantrieb liegt bei € 21.490,–. Den 150–PS-Diesel mit Allrad gibt’s ab € 33.670,–.

(Kurier) Erstellt am 10/19/2017