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Die Zukunft des Autos? „In rund drei Jahren wird es günstige E-Autos geben“

Tesla und chinesische Autobauer setzen europäische Hersteller unter Preisdruck. Diese müssen bald nachziehen, sonst verlieren sie

von Andrea Hlinka

04/20/2023, 10:23 AM

Der Unterschied ist erheblich: beim Autohändler des Vertrauens steht ein neuer Fiat 500, bestens ausgestattet, mit Verbrennungsmotor, um 20.000 Euro. Daneben das beinahe idente Elektromodell mit großer Batterie: 40.000 Euro. Eine anekdotische Beobachtung, die sich auf alle Modelle umlegen lässt. Elektroautos sind auf dem europäischen Markt teuer. Zu teuer jedenfalls, um die Masse zu erreichen.

Die Strategie, den Markt langsam über das zahlungskräftige Klientel aufzurollen, wird nicht überall verfolgt, zeigt eine Erhebung von Ferdinand Dudenhöffer, Gründer und Direktor des Center Automotive Research.

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In China zum Beispiel sind E-Autos deutlich günstiger als in Europa. Dudenhöffers Analyse nach wird der ID.3 von VW in China um rund 22.000 Euro angeboten, in Österreich kostet er in der Basisvariante rund 41.000 Euro. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass VW mit dem Preis in China viel Gewinn macht“, so Dudenhöffer. Doch um auf dem größten Automarkt der Welt mitzuspielen, müssten Zugeständnisse gemacht werden. In China ist der Preiskampf bereits ausgebrochen, wie man auch an anderen Herstellern sieht: Teslas Model Y bekommt man in China um 34.920 Euro, in Österreich muss man aktuell zumindest 46.990 Euro dafür berappen. Der Atto 3 des chinesischen Herstellers BYD kostet in China 19.973 Euro, in Österreich rund 42.000 Euro.

Hohe Kosten

Gründe für die eklatanten Preisunterschiede gibt es einige, darunter höhere Mehrwertsteuern, höhere Import- und Vertriebskosten in Europa. Zudem sei das Volumen an E-Autos, das europäische Hersteller produzieren, laut Dudenhöffer überschaubar, sodass man nicht in die Skaleneffekte käme. Im Gegenteil zu Tesla und den chinesnischen Herstellern.

Dass man wendig sein muss, um zu bestehen, zeigt Tesla: In den vergangenen Monaten wurden die Preise mehrfach gesenkt, um Autos zu verkaufen und die Marktanteile auszubauen. In Österreich liegt Tesla 2022 bei knapp 17 Prozent.

Dudenhöffer: „Man darf sich den Markt von BYD und Tesla nicht wegnehmen lassen. Wenn die europäischen Hersteller bestehen wollen, müssen sie Preiszugeständnisse machen.“ Das sollen die Autobauer dem Experten nach erkannt haben. Er rechnet damit, dass in rund drei Jahren stückweise günstige E-Autos auf den Markt kommen. VW zeigt es vor: Kürzlich wurde der ID.2all vorgestellt, der weniger als 25.000 Euro kosten und 2025 auf den Markt kommen soll.

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