über den neuen Peugeot 308 und warum er keinen Hybridantrieb hat
08/30/2013

Diesel statt Hybrid

Warum Peugeot beim neuen 308 auf eine Hybrid-Version verzichtet, aber andere Hersteller nicht darum herumkommen.

von Horst Bauer

Die Ansage war klar. Gefragt, ob Peugeot für den neu vorgestellten 308 auch eine Hybrid-Variante plane, ließ Markenchef Maxime Picat keinen Zweifel darüber, dass man das derzeit nicht plane. Und lieferte gleich eine Begründung: „Wir werden eine Version mit dem neuen Blue-HDi-Diesel im Programm haben, mit der wir 82 g/km erreichen. Das ist besser als jeder vergleichbare Hybrid auf dem Markt.“
Anders formuliert: Warum die teure Hybrid-Technik in einen Kompaktwagen einbauen, bei dem wenig zu verdienen ist, wenn man im Rennen um den plakativ niedrigsten Normverbrauch auch so gute Figur machen kann? Dass man die Technologie beherrscht und um den ersten Diesel-Hybrid auf dem Markt auch entsprechend Wind gemacht hat, tut da nichts zur Sache. Dieser wird nur dort eingesetzt, wo sich die teurere Technik leichter in der Kalkulation unterbringen lässt.
Dass Hersteller wie Volkswagen beim Golf oder Toyota beim Auris um beides nicht herumkommen – also Diesel und Hybrid – liegt an deren globaler Aufstellung. Die diesbezügliche Schwäche von Peugeot wird hier zum Vorteil. Da man im Gegensatz zu den großen Konkurrenten in den USA gar nicht und in China nur marginal vertreten ist, kann man es sich erlauben, sich auf die Vorlieben der Europäer zu konzentrieren. Und die greifen – im Gegensatz zu Diesel-abstinenten Amis und Asiaten – immer noch lieber zu einem modernen Spar-Diesel als zu einem im Überlandverkehr wenig Vorteile bietenden Hybriden.

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