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Motorrad
10/02/2014

Ducati Scrambler: Ein Sommer wie damals

Die neue Scrambler setzt auf klassisches Design, gepaart mit moderner Technik.

Post-Heritage-Design nennt Ducati die Formensprache der neuen Scrambler, die kein Retro-Bike sein will. Vielmehr soll das Motorrad die perfekte Mischung aus Tradition und Moderne sein, inspiriert vom Look des legendären 70er-Jahre-Modells.

Technisch setzt Ducati auf einen Doppelprofil-Gitterrohrrahmen aus Stahl, Upside-down-Gabel und Hinterradschwinge aus Alu. Der kurze Schalldämpfer und der hintere Kotflügel wurden so gestaltet, um das Motorrad möglichst kurz zu halten.

Der Tank wurde „liebevoll” in der ursprünglichen Tropfenform gestaltet, die Sitzbank soll bequem sein und Platz für zwei bieten. Denn die Ducati Scrambler ist dazu da, dass man die Fahrerlebnisse miteinander teilt, sagen die Italiener. Wichtiger Teil des Scrambler-Looks ist der runde Scheinwerfer mit moderner LED-Lichtleitertechnik. Das Rücklicht arbeitet mit Voll-LED-Einheit, diese strahlt ein gedämpftes Licht aus.

Das Display der Scrambler besteht aus einer einzigen, runden Einheit die oberhalb und leicht rechts vom Scheinwerfer ihren Platz findet. Die Anzeigenskala für die Drehzahlen ist voll digital. Erhöht sich die Motordrehzahl leuchten die entsprechend Ziffern im Uhrzeigersinn (von rechts nach links).

Motor

Für den Antrieb sorgt ein L-Twin-Zweizylinder-Motor mit 803 cm³. Die Leistung beträgt 75 PS bei 8250/min (das maximale Drehmoment von 68 Nm liegt bei 5750/min an). Für die Verzögerung gibt's ein Bremssystem von Brembo mit 2-Kanal-ABS.

Ducati bietet die neue Scrambler in rot und gelb an, wobei Rahmen und Sitzbank schwarz bleiben.

Geschichte

Die Scrambler wurde auf Anfrage von „Berliner brothers“, den US-Importeuren von Ducati, in den 1960er- Jahren entwickelt. Sie wollten ein Bike, das den Geschmack der amerikanischen Motorradfahrer treffen würde. Der erste Kontakt kam durch Giorgio Monetti zustande – er war berühmt für seine Weltreise mit Leopoldo Tartarini – der damals Sales Manager bei Ducati war. Das Motorrad sollte äußerst praktisch sein. Mit der Entwicklung des Designs wurde Renzo Neri beauftragt. Obschon Nero zu dieser Zeit Leiter der technischen Abteilung war, wurde seine fachkundige Hand als Designer geschätzt: die Entwürfe für den Tank, die Sitzbank und die Kotflügel sind tatsächlich von ihm. Die erste Scrambler ging 1962 in Produktion und wurde ununterbrochen modifiziert – bis 1968 die echte "Long engine cover“-Scrambler erschien, gefolgt von den Versionen 250 und 350 sowie 1969 von der 450er-Version. Die Produktion wurde 1975 eingestellt.