© KEYSTONE/AXA / KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER

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09/04/2022

E-Autos im Crashtest: Wenn die Beschleunigung zum Problem wird

Die Schnelligkeit der E-Autos macht zwar Spaß, führt jedoch oft zu Unfällen

Wenn es nach Elon Musk geht, haben 2035 80 Prozent der neu gebauten Autos einen Elektroantrieb. Bleibt zu hoffen, dass sich die Menschen bis dahin auch an das Fahren mit diesen gewöhnt haben. Denn der Versicherer AXA hat erneut Crashtests durchgeführt, und zwar mit Fokus auf Elektroautos. Hierbei zeigte sich, dass die vielen Unfälle mit Elektroautos beim Beschleunigen passieren. „Die meisten Elektroautos, insbesondere die leistungsstarken, haben ein sehr hohes Drehmoment, welches sich beim Antippen des Strompedals unmittelbar bemerkbar macht. Es kann daher zu einer ungewollten, ruckartigen Beschleunigung kommen, welche der Fahrer oder die Fahrerin nicht mehr kontrollieren kann“, erklärt Michael Pfäffli, Leiter der Unfallforschung AXA Schweiz.

Dieser sogenannte Overtapping-Effekt dürfte auch die Ursache für die erhöhte Schadenfrequenz bei leistungsstarken Elektroautos sein: Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos verursachen 50 Prozent mehr Kollisionen mit Schäden am eigenen Fahrzeug als jene von herkömmlichen Verbrennern.

Tesla fliegt

Bei der ersten Crash-Simulation drückt der Teslafahrer nur kurz auf das Strompedal und verliert durch die starke Beschleunigung die Kontrolle über das Fahrzeug. Es überschlägt sich und es kommt aufgrund des unebenen Untergrundes zu einer starken Beschädigung des Unterbodens. Beim Überschlag bleibt die Fahrgastzelle intakt, die Insassen haben durch Sicherheitssysteme wie Gurtstraffer oder Airbags im Normalfall mit keinen oder leichten Verletzungen zu rechnen. Die Achillesferse von Elektroautos sei, laut Pfäffli, der Unterboden, weil die Batterie dort nicht zusätzlich geschützt sei.

Schwergewichte

Elektroautos unterscheiden sich auch in Sachen Gewicht stark von Verbrennern. Verglichen mit Autos mit Jahrgang 2000 (1340 Kilogramm) sind neuere Autos rund 25 Prozent schwerer. Zwei Tonnen Gewicht ist bei E-Autos keine Seltenheit.

Das hat Folgen, wie ein weiteres Crash-Szenario zeigt: Ein Golf VII mit Verbrennungsmotor und ein typengleiches Modell mit Elektroantrieb prallen mit einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern frontal aufeinander. Der Elektro-Golf hat genau dieselben Abmessungen, ist mit zusätzlichen 400 Kilogramm allerdings um einiges schwerer, was auf die Batterie sowie die höhere Steifigkeit des E-Autos zurückzuführen ist. Der 1.250 Kilogramm schwere Verbrenner-Golf ist hier einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt und zeigt einen größeren Blechschaden auf als sein elektrisches Pendant. Doch auch hier bleiben durch die Sicherheitssysteme die beiden Fahrgastzellen intakt.

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